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Axel Teichmann konnte den Rückstand auf Dario Cologna nicht aufholen © getty

Bei der "Bergetappe" zum Alpe Cermis ist der Schweizer Cologna nicht zu stoppen. Kuitunen gewinnt zum zweiten Mal die Frauen-Wertung.

Cavalese - Ein kurzes Lächeln und dann ein paar Sekunden Verschnaufen im Schnee: Am Ende der Tour de Ski wurde Langläufer Axel Teichmann mit Platz drei belohnt.

"Die Schinderei hat sich zum Glück gelohnt", sagte der Thüringer nach den Strapazen des teilweise 28 Prozent steilen Final-Anstiegs zum Alpe Cervis bei Cavalese, den der Schweizer Dario Cologna am Schnellsten schaffte.

Bei den Frauen sorgten Virpi Kuitunen vor Aino Kaisa Saarinen für einen finnischen Doppelsieg.

Steffi Böhler (Ibach) war als 13. beste deutsche Läuferin.

Teichmann "sehr zufrieden"

Teichmann, der am Ende der "brutal harten" Tour über 7 Etappen rund 40.000 Euro Preisgeld kassierte, hatte im Ziel schnell seinen Hunmor wiedergefunden.

"Ich bin eben nicht mehr der Jüngste und auch nicht der Leichteste. Da kommt man manchmal nich so schnell voran", sagte der 29-Jährige: "Aber ich habe alles aus mir rausgeholt. Am Ende bin ich nur Dritter. Aber was heißt hier nur - ich bin sehr zufrieden damit."

Dritter Deutscher auf dem Podest

Der zweimalige Weltmeister Teichmann stürmte als dritter deutscher Langläufer im dritten Jahr der Tour de Ski auf das Podest.

Tobias Angerer (Vachendorf) siegte 2007, im Vorjahr war Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) Zweiter geworden.

"Ziehe den Hut vor Cologna"

Die Grundlage für den Erfolg hatte Teichmann bereits am Vortag mit dem überzeugenden Sieg im klassischen 20-km-Massenstartrennen am Lago di Tesero geschaffen.

Es war sein dritter Etappensieg bei der Tour. Dennoch holte sich der ehemalige Junioren-Weltmeister Cologna den Gesamtsieg.

"Ich ziehe den Hut vor Cologna. Er hat bei der Tour als Sportler und Mensch überzeugt. Er kann ein ganz großer Langläufer werden", sagte Teichmann.

Brutaler Anstieg

Dessen Vorsatz: "Ich werde nicht bummeln und so schnell wie möglich den Berg raufrennen", geriet spätestens am brutal harten 3, 7 km langen Schlussanstieg (450 Höhenmeter, maximale Steigung zwischen 26 und 28 Prozent) hinauf zum Ziel an der mittleren Seilbahn-Station oberhalb des italienischen Wintersport-Zentrums Cavalese zur Makulatur.

Cologna, der 34,1 Sekunden vor dem deutschen Teamstar in das Rennen gegangen war, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus, und auf den letzten Metern musste Teichmann auch noch den Norweger Petter Northug passieren lassen.

Böhler kämpft "bis zum letzten Meter"

"Ich habe bis zum letzten Meter gekämpft. Leider war mein Rückstand in der Gesamtwertung durch eine schwache Etappe schon zu groß. Insgesamt bin ich zufrieden", sagte Böhler.

"Wir wollten zwei Läuferinnen unter die Top Ten bringen. Das ist nicht gelungen. Aber Steffi Böhler hat eine starke Leistung gebracht", meinte Jochen Behle.

Sachenbacher verzichtet

Claudia Nystad (Oberwiesenthal) und Katrin Zeller (Oberstdorf) die im Vorjahr noch die Ränge 6 sowie 9 belegt hatten, landeten diesmal auf den Plätzen 16 und 17.

Die gesundheitlich angeschlagene Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) hatte nach einem enttäuschenden 26. Platz am Samstag verzichtet.

Kuitunen hatte bereits tags zuvor das klassische 10-km-Massenstartrennen gewonnen, war bei 4 von 7 Etappen die Beste und kassierte zum zweiten Mal nach 2007 die Siegprämie von rund 90.000 Euro.

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