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Die Ergebnisse der nachträglichen Bluttests bei den Junioren stehen noch aus © imago

Auch die Langläufer geraten unter Doping-Verdacht. Bei der Junioren-WM haben mehrere Bluttests ein auffälliges Ergebnis.

Praz de Lys - Bei der Nordischen Junioren-WM in Praz de Lys/Frankreich sind bei Blutkontrollen der 21 Langläufer mit überhöhten Hämoglobinwerten aufgefallen und mit der üblichen fünftägigen Schutzsperre belegt worden.

Gegen deutsche Langläufer wurden nach Auskunft des DSV) keine Sperren ausgesprochen.

Die zuständige FIS-Administratorin für den Anti-Doping-Bereich, Sarah Fussek, bestätigte dem sid die Schutzsperre "von insgesamt 21 Langläufern aus 10 Nationen".

Ein Teil der Athleten hätte sich bereits den erforderlichen Nachtests gestellt und dabei einen normgerechten Hämoglobinwert nachgewiesen. "Zwei Drittel der gesperrten Aktiven können bei der WM bereits wieder starten", sagte Fussek.

Höhentrainingslager als Ursache genan

Die zulässige Obergrenze des Anteils der roten Blutkörperchen liegt entsprechend des FIS-Reglements bei 16,0 Gramm pro Deziliter Blut bei den Frauen sowie 17,0 bei den Männern. Nach der Überschreitung der Grenze wurden bei allen betroffenen Sportlern laut Fussek die vorgeschriebenen Dopingtests eingeleitet.

Die Ergebnisse der Blut- und Urintests liegen noch nicht vor.

Überhöhte Hämoglobinwerte können Indiz für ein Dopingvergehen sein. Laut Fussek hätten einige der betroffenen Nationen die nicht normgerechten Werte mit den absolvierten Höhentrainings im WM-Vorfeld begründet.

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