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Evi Sachenbacher-Stehle gewann bei Olympia 2002 Silber im Sprint © getty

Evi Sachenbacher-Stehle spricht sich gegen einen Trainerwechsel im Frauen-Team aus. Indirekt kritisiert sie den Bundestrainer.

Liberec - Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle hat sich im Trainerstreit klar hinter Frauencoach Ismo Hämäläinen gestellt und Bundestrainer Jochen Behle indirekt kritisiert.

"Die Entscheidung trifft zwar der Verband, aber wir Frauen werden uns für ihn aussprechen", sagte die Olympiazweite der "Welt": "Ismo ist ein Supertyp, ein toller Mensch, er versteht einfach Frauen."

Sachenbacher-Stehle ist dagegen, dass Behle wieder für Männer und Frauen zuständig ist: "Der eigene Frauentrainer ist uns ganz wichtig. Sicher, die Ergebnisse waren bisher im Winter nicht so gut. Wir hoffen aber wirklich, dass wir in dieser Saison noch zeigen können, dass die Arbeit gut war und dass das der richtige Weg ist."

"Er ist nicht zu weich"

Behle hatte Hämäläinen als zu nett kritisiert und will offenbar die Ablösung des Finnen forcieren. (Gestürzt, gesperrt, zurückgehalten)

Dieser Einschätzung widerspricht Sachenbacher-Stehle, sie leistete sich einen kleinen Seitenhieb gegen Behle: "Ismo Hämäläinen ist sicher nicht zu weich, er sagt durchaus 'So wirds jetzt gemacht'. Wir haben einfach eine gute Stimmung und Spaß miteinander. Das ist das Wichtigste, um auch Leistung bringen zu können. Vielleicht verstehen das andere nicht so ganz."

Maulkorb vom Sportdirektor

Sportdirektor Thomas Pfüller hatte Behle einen Maulkorb im Trainerstreit verpasst: "Ich möchte nicht, dass bei der WM über Personalien gesprochen wird. Das habe ich Jochen Behle auch klar gesagt."

Zugleich kündigte der Sportchef des Deutschen Skiverbandes (DSV) an, nach der Saison die Situation im Frauen-Skilanglauf mit Hämäläinen auf den Prüfstand zu stellen.

Hämäläinen war nach der WM 2007 in Sapporo als Frauen-Cheftrainer installiert worden, weil das Team Probleme mit Behle hatte.

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