Langlauf-Olympiasieger Mika Myllylä droht eine Haftstrafe.

Dem im Jahre 2004 aufgrund eines Dopingvergehens zurückgetretenen Finnen wird Körperverletzung in fünf Fällen vorgeworfen.

Beim Prozessauftakt am Dienstag in der westfinnischen Stadt Kokkola (Karleby) hat der Richter nach Angaben der Tageszeitung "Hufvudstadsbladet" eine Gefängnisstrafe ohne Bewährung für den früheren Ski-Helden gefordert.

Myllylä wird zum einen Körperverletzung in drei Fällen bei einer Rauferei mit einem Mann und zwei Frauen in einer Pizzeria im Januar vorgeworfen. Zudem soll er sich dieses Vergehens in zwei weiteren Fällen auf einem Parkplatz in der Nähe des Bahnhofes in Kokkola im März schuldig gemacht haben.

Dabei soll er einen Mann und eine Frau angegriffen haben. Im günstigsten Fall könnte der 41 Jahre alte Ex-Langläufer mit einigen Stunden Sozialdienst davonkommen.

Myllylä ist nicht zum ersten Mal in die Negativschlagzeilen geraten. Im Frühjahr hatte er zugegeben, in seiner aktiven Zeit gedopt zu haben. Bei der WM 2001 in Lahti war der Olympiasieger von 1998 und dreimalige Weltmeister der Einnahme des Blutplasma-Expanders HES überführt worden.

Außerdem hat er nach jahrelangem Alkohol-Missbrauch eine Entziehungskur hinter sich.

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