Denise Herrmann hat die deutschen Skilangläufer beim Sprint-Weltcup im heimischen Düsseldorf vor einem Debakel bewahrt.

Die 21-Jährige schaffte als Einzige der 15 DSV-Starter den Einzug ins Halbfinale. Während die Herren um Kurzstrecken-Spezialist Josef Wenzel allesamt die Qualifikation für das Viertelfinale verpassten, konnten sich zumindest vier deutsche Frauen für die Finalläufe am Rheinufer qualifizieren.

Die Italienerin Arianna Follis und der Schwede Emil Jönsson gewannen.

Hermann belegte nach einem Sturz im Halbfinale letztendlich einen hervorragenden 12. Platz. Weniger glücklich verliefen dagegen die Viertelfinal-Läufe der anderen Deutschen.

Großes Pech hatte Hanna Kolb. Die 19-Jährige musste im zweiten Viertelfinale einer gestürzten Konkurrentin ausweichen, verlor dadurch wichtige Zeit und schied als Laufdritte knapp aus. Nicole Fessel, bis dato Weltcup-Vierte, und Lucia Anger schieden ebenfalls nach dem Viertelfinale aus.

"Das haben wir uns schon anders vorgestellt, da muss man ehrlich sein", sagte Bundestrainer Jochen Behle im Hinblick auf die enttäuschenden Leistungen der DSV-Männer. Steffi Böhler (36.), Katrin Zeller (37.), Sandra Ringwald (45.) und Jessica Müller (54.) verpassten den Sprung unter die besten 30 genauso wie Tim Tscharnke (43.), Josef Wenzel (46.), Sebastian Eisenlauer (47.), Oliver Wünsch (50.), Jens Filbrich (62.), Daniel Heun (65.) und Michael Schnetzer (67.).

Dabei war das deutsche Team bereits vor Beginn des Weltcup-Wochenendes arg gebeutelt worden. Team-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle , Tobias Angerer , Axel Teichmann und Franz Göring mussten krankheitsbedingt auf einen Start am Rheinufer verzichten.

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