Durch eine taktische Meisterleistung hat sich Langläufer Tobias Angerer bei der Tour de Ski unter die Top 10 der Gesamtwertung geschoben.

Zwar belegte der Vachendorfer auf der vierten Etappe in der Doppelverfolgung in Oberstdorf nur den 14. Platz, sammelte aber bei den Zwischensprints viele Bonussekunden und liegt nun auf Gesamtrang acht.

Der Sieg nach 20 Kilometern ging an Petter Northug (Norwegen).

Bei den Frauen kletterte Nicole Fessel durch ihren 13. Platz beim Sieg von Marit Björgen (Norwegen) über zehn Kilometer auf Platz 21 der Gesamtwertung.

Die deutschen Männer hielten lange in der Spitzengruppe mit, mussten aber wegen ihres von Erfolg gekrönten Einsatzes um Bonussekunden am Ende abreißen lassen.

"Mein Ziel war es heute, Bonuspunkte zu sammeln. Das habe ich geschafft, dafür hat mir am Ende ein bisschen die Kraft gefehlt", sagte Angerer.

Im Schlussspurt setzte sich Northug nach 50:27,3 Minuten vor Titelverteidiger Dario Cologna (Schweiz) durch und verteidigte das Rote Trikot des Gesamtführenden erfolgreich. Dritter wurde Maxim Wylegschanin.

Der Russe hatte die vorherige Tour wegen eines erhöhten Hämoglobinsperre und einer daraus resultierenden Schutzsperre verpasst.

Neben Angerer platzierten sich auch Thomas Bing (18.), Jens Filbrich (19.) und Tim Tscharnke (21.) im Vorderfeld. Axel Teichmann (74.), Gewinner der zweiten Etappe, musste bereits in der Anfangsphase einen Ski wechseln und hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Er fiel in der Gesamtwertung auf Rang 48 zurück.

Auch die Frauen präsentierten sich in guter Verfassung. Hinter Fessel kamen Katrin Zeller als 14. und Stefanie Böhler auf Rang 15 ins Ziel. Beide verloren aber einen Platz in der Gesamtwertung und nehmen nun die Positionen elf und zwölf ein.

Aus einer dreiköpfigen Spitzengruppe heraus sprintete Björgen vor der erstmals geschlagenen Titelverteidigerin Justyna Kowalczyk und Landsfrau Therese Johaug zum Sieg. Die Gesamtführung hat aber weiter Kowalczyk inne.

Nach einem Ruhetag am Montag gehen am Dienstag im italienischen Toblach die Frauen über drei und die Männer über fünf Kilometer in der klassischen Technik an den Start.

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