Nicole Fessel hat beim Sprint-Weltcup im eiskalten Moskau ihr zweites Top-10-Resulat der Saison eingefahren.

Bei minus 16 Grad schied die 28-Jährige aus Oberstdorf erst im Halbfinale aus und wurde Neunte. Der Sieg ging an die polnische Tour-de-Ski-Gewinnerin Justyna Kowalczyk, die Marit Björgen (Norwegen) an der Spitze des Gesamtweltcups ablöste.

Bei den Männern verpasste der deutsche Einzelkämpfer Josef Wenzl (Zwiesel), vor zwei Wochen in Mailand noch Zweiter, auf Rang elf einen erneuten Coup. Sieger im Schatten des Luschniki-Stadions wurde Teodor Peterson.

Der Schwede holte im Zielsprint seinen dritten Weltcupsieg und verdrängte den Russen Alexeij Petuchow von Platz eins der Sprintwertung.

"Das waren wirklich harte Bedingungen. Ich hätte nicht erwartet, dass es zu meinem ersten Sprintsieg reicht", sagte Kowalczyk, die mit 1524 Punkten an Dreifach-Olympiasiegerin Björgen (1486) vorbeizog.

Pech hatte Fessel, die auf der Zielgeraden aus dem Gleichgewicht kam und das Finale knapp verfehlte. Die neue deutsche Meisterin Hanna Kolb wurde 29., Denise Herrmann verpasste als 31. den Sprung in die Punkte um 0,3 Sekunden.

Mit Atemgeräten und Gesichtsmasken hatten sich die Athleten gegen die eisige Kälte geschützt. Auch der hart gefrorene Schnee machte den Langläufern zu schaffen, Stars wie Weltcup-Spitzenreiter Dario Cologna (Schweiz), Petter Northug oder Björgen (beide Norwegen) waren erst gar nicht nach Moskau gereist.

"Ich frage mich, warum Weltcups in Russland immer im Februar ausgetragen werden, wenn es dort am kältesten ist", sagte der Schwede Calle Halfvarsson.

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