Die Polin Justyna Kowalczyk hat zum vierten Mal den Gesamtweltcup der Langläuferinnen gewonnen.

Die 30-Jährige feierte beim Klassiksprint im norwegischen Drammen den 27. Weltcup-Sieg ihrer Karriere und ist fünf Rennen vor Saisonende nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Denise Herrmann (Oberwiesenthal) landete als beste Deutsche wie schon bei der WM in Val di Fiemme auf Rang zehn.

Spannender bleibt es bei den Herren. Der Norweger Petter Northug verbuchte vor 30.000 Zuschauern einen Heimsieg und kletterte im Gesamtweltcup mit jetzt 1150 Punkten auf Rang zwei hinter Titelverteidiger Dario Cologna (1173).

Der angeschlagene Schweizer war in Drammen ebensowenig am Start wie der Gesamtdritte Alexander Legkow aus Russland (1066).

Das deutsche Nachwuchs-Duo Lennart Metz (Oberwiesenthal) und Alexander Wolz (Buchenberg) blieb bereits in der Qualifikation hängen.

Kowalczyk, die bei der WM ohne Titel geblieben war, hatte bereits zwischen 2009 und 2011 dreimal in Folge den Gesamtweltcup gewonnen. "Vier Kugeln! Ich bin überglücklich, das ist unglaublich", sagte die Olympiasiegerin über 30 Kilometer, die mit 1778 Punkten deutlich vor der Norwegerin Therese Johaug (1097) liegt.

Erfolgreicher als Kowalczyk war nur Jelena Wälbe (Russland), die zwischen 1989 und 1997 den Weltcup insgesamt fünfmal gewann.

Im vergangenen Jahr hatte Kowalczyks Dauerrivalin Marit Björgen den Weltcup gewonnen. Die Norwegerin hatte in diesem Winter nach einer mehrwöchigen Pause wegen Herzproblemen aber keine Chance auf eine Titelverteidigung, auch beim Sprint in Drammen pausierte die zwölfmalige Weltmeisterin.

Am Start waren dagegen Hanna Kolb (Buchenberg), Nicole Fessel (Oberstdorf) und Katrin Zeller (Oberstdorf), die allesamt im Viertelfinale ausschieden.

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel