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Ulrike Gräßler belegte bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2009 Rang zwei © getty

Die Skispringerinnen wollen sich mit der Absage für Vancouver nicht abfinden. Nur das IOC kann die Diskriminierung aufheben.

Willingen - Die Skispringerinnen aus aller Welt lassen im Kampf um ihre Olympiateilnahme 2010 nicht locker und haben einen Brief an IOC-Präsident Jacques Rogge geschrieben.

Zu den 14 Unterzeichnerinnen zählen neben der Weltmeisterin Lindsey Van (USA) auch Vizeweltmeisterin Ulrike Gräßler und Jenna Mohr aus Deutschland.

Die Frauen kämpfen weiterhin auch vor Gericht um ihre Aufnahme ins Programm der Winterspiele von Vancouver.

In dem Brief an Rogge wird die Aufnahme des Frauenboxens in das olympische Programm für die Olympischen Spiele 2012 in London ausdrücklich als frauenfreundlich gelobt.

Verbesserte Qualität im Continentalcup

Gleichzeitig erneuern die Skispringerinnen ihre bisher vergeblich eingeklagte Forderung auf die nachträgliche Aufnahme in das Programm von Vancouver.

In der Begründung wird darauf verwiesen, dass die Skispringer gleich in drei Entscheidungen um Gold, Silber und Bronze kämpfen, den Frauen aber die Olympiateilnahme in dieser Disziplin verwehrt bleibt.

Die Skispringerinnen aus mehreren Ländern verweisen auf die gestiegenen Teilnahmerzahlen und die verbesserte Qualität im Continentalcup und hoffen auf ein Einsehen der IOC-Offiziellen.

Richterin konstatiert Diskriminierung

Das Gericht in Kanada will sich allerdings erst im November mit dem Einspruch der Sportlerinnen gegen den negativen Olympia-Bescheid beschäftigen. Das Olympia-Organisationskomitee Vanoc hatte dazu mitgeteilt, dass es auch noch kurzfristig einen Frauenwettbewerb im Skispringen organisieren könne.

Das Oberste Gericht in British Columbia hatte die erste Klage der Frauen nach einer fünftägigen Anhörung im Juli zurückgewiesen.

Neuer Antrag für 2014

Richterin Lauri Ann Fenlon konstatierte zwar eine Diskriminierung der Skispringerinnen wegen des Geschlechtes.

Weder das Vanoc noch die kanadische Regierung hätten aber die Kontrolle über olympische Veranstaltungen. Allein das Internationale Olympische Komitee (IOC) könne die Diskriminierung aufheben, indem es Frauen-Skispringen zulasse.

Beim IOC und dem Internationalen Skiverband FIS ist man jedoch der Meinung, dass das Durchschnittsalter und das Niveau der Springerinnen noch nicht stimme. Die FIS will für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi einen neuen Antrag für die Aufnahme der Skispringerinnen stellen.

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