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Pascal Bodmer wurde schon 2008 in Zakopane Junioren-Weltmeister © imago

Vor dem kommenden Weltcup in Lillehammer gibt sich der Jung-Star selbstbewußt. Trainer Schuster dämpft die Erwartungen.

Lillehammer - Bundestrainer Werner Schuster warnt vor zu hohen Erwartungen an seinen Newcomer, doch Pascal Bodmer will seinen wundersamen Höhenflug in der Skisprung-Welt allzu gerne fortsetzen.

"Ich hoffe, ich kann das bestätigen", sagte der 18-Jährige schon nach seinem sensationellen zweiten Platz beim Weltcup-Auftakt in Kuusamo.

"So was gibt einem natürlich ganz schön Selbstvertrauen. Aber ich lehne mich nicht zurück. Bisher habe ich noch nicht gewonnen, aber das ist das Ziel."

Schuster besorgt

Sein besorgter Chefcoach mag zwar die freche Ader seines Youngsters, diese selbstbewussten Aussagen vor dem am Wochenende anstehenden Weltcup in Lillehammer (Sa., ab 16 Uhr LIVE) hört er aber nicht ganz so gern.

Deshalb hat er in den letzten Tagen den aufkommenden Wirbel um den jungen Mann aus Meßstetten nach Kräften gebremst.

"Wir waren für die erste Welle gut gerüstet, zum Glück waren wir nicht daheim. Da kommen ja plötzlich aus allen Löchern Manager gekrochen", sagte Schuster. "Aber ich habe das Gefühl, dass Pascal auf dem Boden geblieben ist."

Bodmer hat Erfolg gut verkraftet

Der Sportsoldat mit dem Dienstgrad "Jäger" habe den unerwarteten Erfolg gut verarbeitet und sei gar nicht so extrem überrascht gewesen: "Er hat hohe Ziele und möchte sich in diesen Sphären noch öfter aufhalten.

Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer." Und ein derartiges Ergebnis noch keinen Fixstern in der Skisprung-Weltelite.

Bodmer arbeitete auch in den letzten Tagen hart - nach zwei perfekten Trainingstagen bei winterlichem Traumwetter in Lillehammer bekam er dafür am Donnerstag wie das ganze Team bis 16 Uhr komplett frei.

Von 0 auf 100

"Das ist von 0 auf 100 nach oben gegangen - aber genauso schnell kann es auch wieder rückwärts gehen", sagt Bodmer.

Werner Schuster würde es schon als Erfolg bezeichnen, wenn sein Aufsteiger in Lillehammer besser als bei seinem besten Weltcup-Resultat im Vorwinter wäre, damals belegte er den 18. Platz.

"Wir dürfen den Buben nicht überfordern. Er ist bei weitem noch nicht perfekt", sagt der österreichische Trainer.

Auch Uhrmann selbstbewußt

Außerdem hat er in seinem wiedererstarkten Team mehrere Trümpfe in der Hand.

Michael Uhrmann hat der vierte Platz von Kuusamo sehr gut getan, laut Schuster sei das "Balsam für seine sensible Seele" gewesen: "Er kann jetzt selbstbewusst von vorn agieren."

Zimmerkollege Schmitt unter die Top Ten

Von Leitwolf Martin Schmitt erwartet der Trainer derweil nach seinem ordentlichen Saisoneinstand einen "kleinen Schritt nach vorn" unter die Top Ten.

Die beste Motivation wohnt beim viermaligen Weltmeister Schmitt im Zimmer und heißt Pascal Bodmer.

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