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Martin Schmitt gewann 2002 in Salt Lake City Gold mit dem Team © imago

Martin Schmitt landet in Engelberg auf dem zehnten Platz und sichert sich sein Ticket für Vancouver. Ein Österreicher gewinnt.

Engelberg - Martin Schmitt hat im Flockenwirbel von Engelberg nach einer Aufholjagd von Position 23 auf 10 das Olympia-Ticket gelöst.

Während der Vizeweltmeister nach seinem ersten Flug unter die Top Ten strahlend lächelte, stieg der Österreicher Gregor Schlierenzauer nach dem knappen Triumph im "Duell der Überflieger" gegen Vortagessieger Simon Ammann aufs oberste Podest.

"Das mit Olympia ist ein schönes Gefühl. Irgendwie steckt es doch im Hinterkopf, jetzt bin ich erleichtert", sagte Schmitt.

Das beste Resultat im Olympiawinter gebe ein "gutes Stück Sicherheit" und ein "gutes Gefühl" für die die anstehende Vierschanzentournee (DATENCENTER: Alle Ergebnisse) .

Nach seinem starken Sprung auf 126,5 Meter im zweiten Durchgang stand der Routinier wie im Vorjahr an gleicher Stelle lange in der Box des Spitzenreiters und katapultierte sich zurück in die erweitere Weltspitze.

Schuster: "Wir kämpfen uns heran"

Mit 215,7 Punkten lag er am Ende als Zehnter direkt vor Newcomer Pascal Bodmer. "Ich bin nicht zufrieden, aber es war immerhin eine Steigerung", sagte das 19 Jahre junge Talent.

Auch für Bundestrainer Werner Schuster war das Ergebnis eine kleine Rehabilitation des deutschen Teams für das Debakel am Vortag: "Das Team hat die Ärmel hochgekrempelt. Wir haben gewusst, dass wir besser Skispringen können. Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt, aber wir kämpfen uns oben heran."

Austria-Adler überragen

Allerdings waren die beiden momentan besten Skispringer wieder einmal eine Klasse für sich und Welten besser als die deutschen Statisten.

Schlierenzauer holte sich mit 265,6 Zählern seinen 26. Weltcup-Sieg hauchdünn vor Ammann (264,6). Mit der Umkehr des Vortagesresultats holte sich Schlierenzauer auch die Gesamtweltcup-Spitze vom Schweizer Doppel-Olympiasieger von 2002 zurück.

Die Plätze drei und vier besetzten mit Andreas Kofler und Tournee-Titelverteidiger Wolfgang Loitzl wieder die überragenden Austria-Adler.

Neumayer stinksauer

Junioren-Weltmeister Andreas Wank landete auf Platz 20, Michael Uhrmann wurde 24. Michael Neumayer - tags zuvor auf Platz 20 noch bester Deutscher - stürzte diesmal auf Position 36 ab und war stinksauer:

"Ich habe wieder mal den schwarzen Peter gezogen. Das war schon das dritte Mal in dieser Saison, dass ich Pech mit dem Wind hatte."

Georg Späth war bereits in der Qualifikation gescheitert.

Sondertraining für die Tournee

Am Sonntag (ab 13.45 Uhr LIVE) findet in Engelberg das dritte Springen statt.

Danach folgt noch ein Sondertrainingslager für die deutschen Adler, damit beim Auftakt der Vierschanzentournee am 29. Dezember in Oberstdorf noch bessere Ergebnisse zu Buche stehen.

Schmitt bleibt optimistisch: "Die Richtung stimmt. Aber wir müssen kleine Schritte gehen und uns gedulden."

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