vergrößernverkleinern
Michael Uhrmann sprang 216,5 m und war zweitbester Deutscher © getty

Beim Auftakt der Team-Tour halten nur zwei Deutsche mit. Österreich siegt, aber Schlierenzauer zeigt den Regelhütern den Vogel.

Oberstdorf - Ohne Martin Schmitt sind Deutschlands Skispringer zum Auftakt der Team-Tour in Oberstdorf auf Platz vier geflogen. Michael Uhrmann und Co. hatten im Flockenwirbel fast 140 Punkte oder umgerechnet 117 Meter Rückstand auf Sieger Österreich.

Das Austria-Quartett machte damit den ersten Schritt auf dem Weg zum Jackpot von 100.000 Euro bei der Olympia-Generalprobe.

"Das Podest wäre schön gewesen, aber das war in dieser Besetzung einfach nicht machbar. Aber wir haben uns mit diesem halben Olympiateam ganz wacker geschlagen", sagte Michael Neumayer.

"Affengeiles" Gefühl

Er freute sich über das "affengeile" Gefühl bei seinem Traumflug auf 216,5 Meter. Es war der weiteste Sprung des deutschen Teams. Auch der zweite Olympiastarter Uhrmann ("Wir haben das Maximum erreicht") konnte überzeugen und rettete als Schluss-Springer Platz vier.

Allerdings nur deshalb, weil der überragende Slowene Robert Kranjec zuvor bei der Schanzenrekord-Weite von 226 Metern gestürzt war.

"Das Rumpfteam hat sich gut geschlagen. Ich freue mich besonders, dass die beiden Olympiastarter das Team geführt und die Highlights gesetzt haben", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Die Ersatzleute Severin Freund und Maximilian Mechler waren erwartungsgemäß die Schwachpunkte im deutschen Quartett, das vor einer Minuskulisse von 9500 Zuschauern an der zweitgrößten Schanze der Welt 1420,9 Zähler sammelte.

Neue Regel erweist sich als Flop

Die klar favorisierten Österreicher siegten mit 1560,4 Zählern vor Titelverteidiger Norwegen (1539,2) und Finnland (1505,3).

Die Weltcup-Premiere der neuen Mathematik-Wettkampfregeln, nach denen die Anlauflänge während des Wettkampfs geändert werden kann und ein Windfaktor einbezogen wird, ging daneben.

Schlierenzauer zeigt den Vogel

Skiflug-Weltmeister Gregor Schlierenzauer (Österreich) schaffte nach einer extremen Anlaufverkürzung für ihn lächerliche 169,5 Meter und tippte sich im Auslauf nur noch an die Stirn.

Neben Vizeweltmeister Schmitt verzichten auch Newcomer Pascal Bodmer (Start bei der Junioren-WM) und Andreas Wank (Trainingspause) auf den Start in Oberstdorf.

Sie werden erst bei den weiteren Stationen der Team-Tour in Klingenthal (2./3. Februar) und Willingen (6./7. Februar) zurückkehren. Am Ende des letzten Olympia-Tests wird die Siegprämie von 100.000 Euro an das beste Team vergeben.

Zunächst findet am Sonntag in Oberstdorf noch ein Einzel-Skifliegen statt. In der Qualifikation war Michael Uhrmann auf Platz drei geflogen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel