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Martin Schmitt erzielt in Klingenthal sein zweitbestes Saisonergebnis © imago

Der 32-Jährige landet bei seiner Weltcup-Rückkehr in Klingenthal auf dem 13. Platz. Zwei Deutsche schaffen es unter die Top Ten.

Klingenthal - Leichter Aufwind, aber noch kein Höhenflug:

Neun Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele von Vancouver haben die deutschen Skispringer mit einer guten Mannschaftsleistung überzeugt.

Beim Sieg des Schweizers Simon Ammann landete Michael Uhrmann in Klingenthal auf Platz neun, Michael Neumayer wurde Zehnter.

Vorflieger Martin Schmitt kehrte nach vierwöchiger Zwangspause als 13. in den Weltcup zurück und feierte sein zweitbestes Saisonergebnis.

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Schuster zufrieden

"Der Abstand zur absoluten Weltspitze ist natürlich noch groß, aber ich bin mit der Teamleistung sehr zufrieden. Zwei Leute in die Top Ten zu bringen ist absolut in Ordnung", sagte Bundestrainer Werner Schuster und zollte dem von über 10.000 Fans in der Vogtland Arena frenetisch umjubelten Schmitt großes Lob:

"Er ist stärker zurückgekehrt, als er aufgehört hatte. Ich bin guter Dinge."

Comeback nach Erschöpfungssyndrom

Schmitt, dessen beste Platzierung Rang zehn war, bevor ihn ein Erschöpfungssyndrom lahm legte, war mit seinen Flügen auf 123 und 122,5 m vollauf zufrieden.

"Das war ein guter Auftakt nach der langen Pause. Der zweite Sprung war etwas schlechter, aber es hat unheimlich Spaß gemacht, wieder auf der Schanze zu sein", sagte der 32-Jährige aus Furtwangen.

Lediglich die anderen Routiniers Uhrmann und Neumayer landeten aus deutscher Sicht vor Schmitt.

Uhrmann bester Deutscher

Uhrmann landete zunächst bei 119 m und flog im zweiten Durchgang acht Meter weiter.

"Im Sommer bin ich hier noch 20 Meter hinterhergeflogen. Von daher bin ich sehr zufrieden. Es geht bergauf", meinte Uhrmann. Neumayer zeigte Sprünge von 124,5 und 123,5 m.

An der Spitze war Ammann erneut eine Klasse für sich und setzte sich mit 163,9 Punkten deutlich vor Altstar Adam Malysz aus Polen durch, der 257,2 Punkte erreichte.

Der Österreicher Gregor Schlierenzauer wurde mit 245,4 Zählern lediglich Dritter und muss sich bis Olympia noch deutlich steigern.

Youngster hinter den Erwartungen

Hinter den erfahrenen deutschen Fliegern blieben die weiteren Olympiastarter Pascal Bodmer (198,6 Punkte) und Andreas Wank (197,8) auf den Rängen 20 und 21 ein wenig hinter den Erwartungen zurück.

"Ich habe momentan dennoch das Gefühl, dass es wieder ein wenig bergauf geht und bin recht zuversichtlich, dass ich für Olympia wieder in Form komme", sagte Bodmer.

Die Talente Severin Freund (186,9) und Tobias Bogner (178,5) sicherten sich auf den Plätzen 27 und 30 ebenfalls Weltcup-Punkte.

Späth verpasst Finale

Routinier Georg Späth vergab derweil eine weitere Chance, sich im Weltcup-Team zu etablieren.

Der Oberstdorfer verpasste als 37. den zweiten Durchgang klar.

Felix Schoft (48.), Julian Musiol (41.) und Maximilian Mechler (38.) mussten die Ski ebenfalls nach einem Durchgang wieder einpacken.

Österreich in Führung

In der Team-Tour-Wertung führt nun Favorit Österreich.

Simon Ammann baute seine Führung im Gesamtweltcup aus und liegt nun 157 Punkte vor Schlierenzauer.

Das letzte Kräftemessen vor Olympia findet bereits am Wochenende in Willingen statt. Das Einzel-Springen am Samstag sowie das Team-Springen am Sonntag bilden zugleich den Abschluss der Team-Tour.

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