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Michael Neumayer gewann bei der WM 2005 mit dem Team die Silbermedaille © getty

Der Bayer rehailitiert sich für das Debakel zum Auftakt in Kuusamo. Martin Schmitt landet dagegen erneut weit abgeschlagen.

Kuopio - Michael Neumayer Achter, Severin Freund auf Platz 13: Die deutschen Skispringer haben sich drei Tage nach ihrem schlechtesten Weltcup-Start nur teilweise rehabilitiert.

In Kuopio zeigten lediglich die beiden Bayern, dass das Debakel von Kuusamo nur ein Ausrutscher war. Vom finnischen Sieger Ville Larinto trennten sie dennoch Welten.

"Das waren zwei super Sprünge. Mir macht es im Moment riesigen Spaß, auch wenn die Stimmung im Allgemeinen durch die Resultate nicht wirklich berauschend ist", sagte Neumayer, der in Kuusamo als bester Deutscher nur 21. geworden war.

Für Sprünge auf 121 und 119,5 Meter erhielt der Team-Olympiazweite aus Berchtesgaden nun insgesamt 214,9 Punkte.

Larinto gewinnt hauchdünn

Neumayer fehlten 26 Punkte oder 14 Meter auf Überraschungssieger Larinto.

Der Finne sicherte sich den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere mit Sprüngen auf 129,5 und 124 Meter.

Der Vorsprung auf seinen zweitplatzierten Landsmann Matti Hautamäki betrug nur 0,1 Punkte. Dritter wurde Doppel-Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz) mit 238,3 Punkten.

Freund holt Punkte

Neben Neumayer ließ nur der junge Severin Freund aus Rastbüchl aufhorchen. Mit 205,8 Punkten sicherte sich der 22-Jährige wie schon in Kuusamo Weltcup-Punkte.

Dabei wäre Freund bei seinem zweiten Sprung auf 131,5 - der weiteste im ganzen Wettkampf - fast gestürzt.

"Ich musste bei dem Wind ganz schön kämpfen, aber es ist alles gut gegangen", sagte Freund, Bundestrainer Werner Schuster ballte erleichtert die Faust.

Lediglich die hohen Punktabzüge durch die guten Windbedingungen verhinderten eine bessere Platzierung.

Schmitt abgeschlagen

Freunds Vereinskollege Michael Uhrmann zeigte sich zumindest leicht verbessert, blieb allerdings weit von seinen Ansprüchen entfernt. 188,1 Punkte für Sprünge auf 114,5 und 112,5 Meter reichten für Platz 23.

Die Sorgenkinder bleiben Vizeweltmeister Martin Schmitt (Furtwangen) und Jungstar Pascal Bodmer (Meßstetten). Schmitt schied wie schon in Kuusamo im ersten Durchgang aus, 111,5 Meter bedeuteten für den Routinier nur Platz 37.

Mechler Vorletzter

Der 19-jährige Bodmer muss sich weiterhin in die Saison kämpfen.

Nachdem er in Kuusamo noch nicht einmal die Qualifikation gemeistert hatte, verpasste er 400 Kilometer weiter südlich mit einem Sprung auf 113 Meter als 34. das Finale knapp.

Maximilian Mechler (Isny) landete dagegen nur bei 102 Metern und schied auf Platz 49 als Vorletzter aus.

Kofler führt im Weltcup

Im Gesamtweltcup führt Kuusamo-Sieger Andreas Kofler (Österreich) mit 150 Punkten vor Larinto (140) und den punktgleichen Hautamäki und Thomas Morgenstern (je 125). Bester Deutscher ist Neumayer, der als Zwölfter auf 42 Zähler kommt.

Der nächste Weltcup findet am Wochenende im norwegischen Lillehammer statt.

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