vergrößernverkleinern
Adam Malysz gewann zwischen 2001 und 2007 vier Weltmeisterschafts-Titel © getty

"Keiner versteht mehr irgendwas": Adam Malysz kritisiert das neue Punktesystem scharf. Auch Ammann fordert Nachbesserungen.

Lillehammer - Der viermalige Olympiasieger Simon Ammann und der dreimalige Olympia-Zweite Adam Malysz haben das umstrittene neue Wertungssystem im Skispringen kritisiert.

"Ich würde mir wünschen, dass wir etwas finden könnten, was es für uns Springer einfacher macht zu erfassen, wie das alles zusammenhängt. Das System muss besser werden, damit es funktioniert", sagte der Schweizer Ammann der norwegischen Tageszeitung "Verdens Gang".

Ammann meinte, das System, in dem je nach Wind und Anlauflänge Plus- oder Minuspunkte vergeben werden, funktioniere derzeit nicht gut genug.

So sei ihm der mögliche Sieg beim Weltcup am vergangenen Mittwoch im finnischen Kuopio entgangen. Ammann wurde dort Dritter. (DATENCENTER: Der Weltcup)

"Weniger Leute werden Skispringen anschauen"

Malysz betonte mit Blick auf den Weltcup am vergangenen Sonntag in Lillehammer, wo Ammann erneut Dritter wurde:

"Ammann hat nach dem ersten Durchgang mit großem Vorsprung geführt und ist im Finale am weitesten gesprungen. Trotzdem hat er nicht gewonnen. Das ist keine gute Unterhaltung."

Wenn es so weiter gehen wird, sagte der Pole der Internetplattform "sport.onet.pl", "werden weniger Leute Skispringen anschauen, weil keiner mehr auch nur irgendetwas versteht."

Das neue Wertungssystem wurde nach einer Testphase im Vorjahr zu Beginn der Saison für alle Wettkämpfe eingeführt, um Skispringen fairer und weniger anfällig für äußere Verhältnisse zu machen.

Ammann macht Vorschläge

Ammann meinte, es müsse den Zuschauern an der Schanze mittels Darstellungen auf den Großbildleinwänden deutlich gemacht werden, wie die Berechnung der Gesamtpunktzahl funktioniert.

"Jetzt haben wir nur ein Plastikband, das anzeigt, wie stark der Wind bläst."

Allerdings nannte Ammann das System "interessant, weil es dir zeigt, wie gut ein Sprung eigentlich war - unabhängig von den Bedingungen".

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel