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Gregor Schlierenzauer wurde mit Österreich 2010 in Vancouver Team-Olympiasieger © getty

Der Österreicher gewinnt auch den zweiten Wettbewerb am "Monster-Bakken" in Norwegen. Ein Kollege holt den Gesamtweltcup.

Vikersund - Gregor Schlierenzauer ist der König des "Monster Bakken", Thomas Morgenstern der Kaiser des Winters: Die österreichischen Skispringer feierten beim Skiflug-Weltcup auf der neuen größten Skisprungschanze der Welt in Vikersund/Norwegen gleich doppelt.

Schlierenzauer, der sich am Samstag den Sieg noch mit dem norwegischen Weltrekordler Johan Remen Evensen hatte teilen müssen, stand am Sonntag allein ganz oben auf dem Podest.

Tourneesieger Morgenstern machte vorzeitig den Gewinn des Gesamtweltcups perfekt.

"Das war eine unglaubliche Saison für mich", sagte Morgenstern.

Schlierenzauer feiert 34. Sieg

Auch Schlierenzauer strahlte nach seinem 34. Weltcupsieg: "Das ist eine wunderschöne Schanze, auf der ich mich wohl fühle", sagte er, nachdem nach 227 m bei verkürztem Anlauf im ersten Durchgang mit 237,5 m im Finaldurchgang zum Sieg geflogen war.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Lokalmatador Evensen, der am Freitag im Training (243 m) und dann in der Qualifikation (246,5) zwei inoffizielle Weltrekorde aufgestellt hatte, musste sich nach 230,5 m und der zwischenzeitlichen Führung nach einem zweiten Flug auf 226 m diesmal mit Rang zwei vor dem Polen Adam Malysz begnügen.

Morgenstern gewinnt Gesamt-Weltcup

Morgenstern konnte zwar erneut nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen, doch Platz fünf reichte dem 24-Jährigen, um vor den letzten drei Weltcups uneinholbar vor dem Schweizer Simon Ammann zu liegen(DATENCENTER: Ergebnisse Skispringen).

Ammann tröstete sich mit Rang vier und dem neuen Schweizer Rekord von 238,5 m.

Neumayer stürzt ab

Aus dem kleinen deutschen Aufgebot schafften Maximilian Mechler (198,5 und 131) und der frühere Junioren-Weltmeister Felix Schoft (179,5 und 137) die Qualifikation für den zweiten Durchgang der besten 30 und belegten die Plätz 27 und 29.

Andreas Wank (166,5) schied ebenso aus wie Michael Neumayer (115), der "Opfer" des verkürzten Anlaufs wurde. "So macht es keinen Spaß mehr. Aber die Jury liegt mit ihrer Entscheidung richtig", sagte der deutsche Rekordhalter (227).

Den weitesten Satz am Sonntag stand der Finne Janne Happonen im ersten Durchgang, der noch mit längerem Anlauf auf 240 m flog und damit ebenfalls die alte Bestmarke des Norwegers Björn Einar Romören (239) aus dem Jahr 2005 knackte.

Vikersund löst Planica ab

Auf der für 10,2 Millionen Euro errichteten Schanze in Vikersund sollen sogar Weiten von mehr als 250 Metern möglich sein. Damit ist Planica als größte Schanze der Welt abgelöst worden.

Seit 26 Jahren waren alle inoffiziellen Weltrekorde - die FIS erkennt die Weitenjagd nicht an - in Slowenien aufgestellt worden.

Eingeweiht worden war die Schanze am Mittwoch vom norwegischen Lokalmatador Vegard Svenson. Möglich wurde der Bau der Rekordschanze erst durch eine Regeländerung des Ski-Weltverbandes FIS.

Der Höhenunterschied zwischen Schanzentisch und Auslauf darf jetzt 135 Meter betragen - fünf Meter mehr als zuvor.

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