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Martin Schmitt holte 1999 und 2001 WM-Gold auf der Großschanze © imago

Der wiedererstarkte Martin Schmitt führt die DSV-Adler bei der Vierschanzen-Tournee an. Sport1.de stellt das Team vor.

Von Andreas Kloo

München - Schon in den letzten Jahren wurde sie immer wieder prognostiziert: die Trendwende zum Positiven bei den deutschen Skispringern.

Doch Jahr für Jahr standen Athleten aus anderen Nationen bei der prestigeträchtigen Vierschanzen-Tournee ganz oben.

Michael Neumayers dritter Platz 2007/08 war der einzige Lichtblick seit Sven Hannawalds historischem Triumph 2002.

Aber unter dem neuen Trainer Werner Schuster scheinen die DSV-Adler tatsächlich den Weg aus der Talsohle gefunden zu haben. ad

Schmitt gibt ganzen Team Selbstvertrauen

Festmachen lässt sich das an Martin Schmitt. Der einstige deutsche Vorzeige-Springer hat sich nach Jahren des Hinterherfliegens mit zwei vierten Plätzen in dieser Saison zurückgemeldet.

Schmitts Ex-Kollege Sven Hannawald traut dem 30-Jährigen sogar den Sieg bei der am Montag beginnenden Vierschanzen-Tournee zu (Mo., ab 16.30 Uhr LIVE).

Im Sog von Martin Schmitts Aufwind gewannen aber auch die anderen deutschen Springer an Selbstvertrauen und wollen sich zu neuen Höhenflügen aufschwingen.

Sport1.de stellt das deutsche Team für die Springen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen vor:

Martin Schmitt

Von 1998 bis 2001 gewann er alles, was es zu gewinnen gab: WM-Gold, Gesamt-Weltcup, Skiflug-Weltcup. Nur der Sieg bei der Vierschanzen-Tournee blieb Schmitt verwehrt.

Danach kam der Furtwangener mit Umstellungen bei Technik, Material und Regeln nicht zurecht und verlor den Anschluss an die Weltspitze.

Der neue Trainer Werner Schuster hat Schmitt jetzt wieder in die Erfolgsspur zurückgeführt: "Er hat mir Dinge gezeigt, die ich nicht kannte oder vernachlässigt hatte. Ivh habe vom ersten Tag an einen positiven Schub verspürt", beschreibt Schmitt in der "Zeit" den positiven Einfluss Schusters.

Sport1.de-Prognose: für den Gesamtsieg wird es angesichts der überragenden Springer Ammann und Schlierenzauer nicht reichen. Podestplätze bei der Tournee sind aber drin.

Michael Uhrmann:

"Uhri" war in den Jahren der deutschen Skisprung-Flaute noch der Konstanteste. Bei der WM 2007 zog sich der 30-Jährige aber einen Mittelfußbruch zu.

Danach musste sich Uhrmann mühsam wieder heran kämpfen. Immerhin gelang dem Bayern in dieser Saison in Pragelato ein sechster Platz.

Sport1.de-Prognose: Top 10-Platzierungen bei einzelnen Springen und auch in der Gesamtwertung sind Uhrmann zuzutrauen.

Michael Neumayer:

Mit dem dritten Platz bei der Tournee 2007/08 war Neumayer der einzige Lichtblick einer verkorksten letzten Saison, die schließlich zum Abgang von Cheftrainer Peter Rohwein führte.

Bislang konnte Neumayer an diese Leistung noch nicht wieder anknüpfen. Bei seinen Sprüngen ist in dieser Saison immer wieder ein negativer Ausrutscher dabei.

Sport1.de-Prognose: Wenn Neumayer zwei gleichmäßig gute Sprünge in einem Wettbewerb gelingen, kann auch er einen Platz unter den ersten Zehn erreichen.

Stephan Hocke:

Zu Beginn des Winters war Hocke noch das deutsche Sorgenkind. Wegen schwacher Trainingsleistungen nominierte ihn Werner Schuster nicht einmal für den Weltcup-Auftakt.

Aber Hocke arbeitete an sich und feierte insgesamt vier Siege bei Kontinentalspringen.

Nach seiner Rückkehr in den Weltcup angelte sich Hocke in Engelberg dann auch die ersten Weltcup-Punkte dieser Saison.

Sport1.de-Prognose:

Stephan Hocke hat wieder an Selbstvertrauen gewonnen und kann bei der Tournee Platzierungen unter den besten 20 erreichen.

Das Junioren-Trio Severin Freund, Felix Schoft und Andreas Wank:

"Das Ziel für diese Drei ist es, zu punkten. Wir freuen uns über jeden erreichten Finaldurchgang.", sagt Werner Schuster bei Sport1.de zur Vorgabe für die Nachwuchsspringer.

Das bislang beste Ergebnis lieferte Felix Schoft als 17. in Pragelato ab. Allerdings herrschten bei diesem Springen teilweise irreguläre Bedingungen.

Sport1.de-Prognose: Vor allem bei den Heim-Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen könnte es den Dreien mit den Fans im Rücken gelingen unter die besten 30 zu fliegen.

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