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Die Top-Favoriten auf den Tournee-Sieg: Ammann (l.) und Schlierenzauer © imago

Bei der Vierschanzen-Tournee gibt es Prämien im sechsstelligen Bereich abzusahnen - unter anderem ein fabrikneuer Geländewagen.

Oberstdorf - Bis zu 110.000 Euro an Prämien kann der Sieger der 57. Vierschanzentournee der Skispringer kassieren. Dann allerdings müsste er den Rekord von Sven Hannawald einstellen.

Hannawald hatte 2001/02 bei der 50. Auflage der Traditions-Tour als bisher einziger Springer der Geschichte alle vier Konkurrenzen gewonnen.

Für Tagessiege in Oberstdorf (29. Dezember), Garmisch-Partenkirchen (1. Januar), Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) sind jeweils 30.000 Schweizer Franken (knapp 20.000 Euro) ausgelobt.

Zusätzlich gibt es für den Gesamtsieger einen fabrikneuen Geländewagen im Wert von 29.900 Euro.

Sport1.de hat weitere Splitter zur Vierschanzentournee zusammengefasst.

Kein Zusatz-Geld vom DSV

Mögliche deutsche Tournee-Triumphe werden im Gegensatz zu Hannawald-Zeiten vom Deutschen Skiverband (DSV) nicht mehr mit Extraprämien belohnt.

Laut DSV-Marketingdirektor Stephan Kraus existiert der Pool für derartige Prämien nicht mehr.

Für einen Tournee-Tagessieg hatte der DSV früher 25.000 Euro, für den Gesamtsieg 50.000 Euro gezahlt.

Ammann und Schlierenzauer Top-Favoriten

Klare Favoriten auf die vierrädrige Prämie für den Gesamtsieger sind Skiflug-Weltmeister Gregor Schlierenzauer aus Österreich und der Schweizer Gesamtweltcup-Spitzenreiter Simon Ammann.

Bei einem Triumph von Schlierenzauer wird beim Anbieter "bwin" eine Quote von 2,75 für 1 gezahlt, Ammann ist mit 3,70 für 1 notiert.

Geheimtipp Schmitt

Martin Schmitt ist mit einer Quote von 19 für 1 ein aussichtsreicher Geheimtipp. Bei einem Triumph des letztjährigen Tourneedritten Michael Neumayer (51:1) oder von Michael Uhrmann (81:1) gibt es gutes Geld zu verdienen.

Auch beim Tournee-Auftaktspringen am Montag in Oberstdorf sind Schlierenzauer (3,05:1) und Ammann (3,1:1) die heißesten Tipps bei den Zockern.

Für einen Erfolg von Schmitt, der im Allgäu zwischen 1998 und 2000 dreimal gewann, wird eine Quote von 21 für 1 gezahlt.

Die Regelecke: K.o.-System

Exklusiv bei der Vierschanzentournee wird seit dem Winter 1996/97 ein für das Skispringen modifiziertes K.o.-System angewandt. Demnach treten zu den jeweils ersten Wertungsdurchgängen der vier Wettbewerbe die insgesamt 50 qualifizierten Springer in direkten Duellen gegeneinander an.

Die aufgrund der Wertungspunkte (zusammengesetzt aus Sprungweite und Haltungsnote) ermittelten 25 Duell-Sieger ziehen in den Finaldurchgang ein. Um auf die Zahl der im Weltcup üblichen 30 Finalteilnehmer zu gelangen, wird außerdem über die sogenannte Lucky-Loser-Regel den fünf punktbesten Verlierern der Finaleinzug ermöglicht.

Ein Vorteil des K.o.-Systems ist, dass sich die Spannung im ersten Durchgang des Wettbewerbes erheblich erhöht. Als Nachteil wird kritisiert, dass sich Springer trotz schwacher Leistungen für das Finale qualifizieren können, nur weil sie einen noch schwächeren Kontrahenten im Duell besiegten.

Im Weltcup wird nur während der Vierschanzentournee nach dem K.o.-System gesprungen.

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