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Severin Freund hat 2011 die Springen in Sapporo und Willingen gewonnen © imago

Das deutsche Duo landet beim Weltcup-Auftakt in Kuusamo in den Top Ten. Zuvor patzt Freund aber im Teamwettbewerb. Kofler siegt.

Kuusamo - Erst patzte er mit dem Team, dann flog er fast aufs Podest: Skispringer Severin Freund hat im Nebel von Kuusamo einen Tag mit viel Licht und Schatten erlebt.

Am "Tag der Österreicher" führte der 23-Jährige als Sechster ein starkes deutsches Team an, nachdem er zuvor eben jener Mannschaft noch den erhofften Sprung aufs Podium verdorben hatte. (News: DSV-Adler verpassen Podestplatz).

"Das war zumindest im Einzel ein schöner Einstand für mich. Wenn man bei der Tournee vorne mit dabei sein will, muss man in Kuusamo anfangen", sagte Freund, der auch nach dem ersten Durchgang auf Platz sechs gelegen hatte.

Freitag landet in Top Ten

Hoffnungsträger Richard Freitag komplettierte als Neunter mit dem ersten Top-10-Platz seiner Karriere das gute deutsche Ergebnis.

"So kann es weitergehen. Jetzt fahre ich mit einem guten Gefühl nach Lillehammer", sagte Freitag, der am Morgen ebenfalls gepatzt hatte.

Gegen die Übermacht aus Österreich war aber auch das deutsche Duo chancenlos: Sieger Andreas Kofler, Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern sorgten für einen Dreifach-Triumph der Alpenrepublik, die zuvor schon das Mannschaftsspringen gewonnen hatte. (DATENCENTER: Ergebnisse Skispringen)

Schuster: "Gutes Ergebnis"

Ebenfalls unter die besten 15 schaffte es Michael Neumayer auf Platz 14.

"Das war als Mannschaft für uns ein sehr gutes Ergebnis in einem hochklassigen Wettbewerb", sagte Bundestrainer Werner Schuster und ergänzte: "Richard Freitag hat sich toll entwickelt, und auch Severin Freund ist derzeit gut drauf."

Fünf Deutsche punkten

Vergangenes Jahr war beim Saisonauftakt an gleicher Stelle kein einziger DSV-Adler unter den Top 20 gelandet.

In die Punkte schafften es zudem Felix Schoft und Maximilian Mechler auf den Rängen 25 und 30.

Als einziger DSV-Adler ohne Zähler blieb Andreas Wank, der nach dem ersten Durchgang als 47. ausgeschieden war.

Schmitt regeneriert

Nicht in Kuusamo dabei war erstmals seit 2002 Martin Schmitt. (EXKLUSIV: Bundestrainer Schuster: "Den Gesamtsieger Martin Schmitt wird es nie mehr geben")

Der Oldie aus Furtwangen bereitet sich nach Knieproblemen auf seinen Weltcup-Einstieg am kommenden Wochenende in Lillehammer/Norwegen vor.

Pech hatte die deutsche Mannschaft zuvor im Teamspringen.

"Nichts mehr zu retten"

Nach einem Fehler von Überflieger Freund im letzten Durchgang stürzte das DSV-Quartett vom zweiten auf den vierten Platz ab.

"Severin hat den Absprung nicht ganz erwischt. Da gab es nichts mehr zu retten", sagte Schuster. Am Ende fehlten 6,2 Punkte zum Sprung auf das Podium.

Auch der zweite Hoffnungsträger Freitag zeigte nur einen mäßigen Satz. "Einige Springer wurden der Erwartungshaltung nicht gerecht", sagte Schuster, der sich bei Mechler und nicht zuletzt Neumayer bedanken durfte.

Österreich dominiert

Der Sieg ging an Olympiasieger Österreich mit überragenden 517,2 Punkten vor Japan (408,4) und Russland (398,3).

Nach zahlreichen Absagen wegen schwieriger Windverhältnisse waren es die ersten offiziellen Sprünge des Winters.

Am Sonntagmorgen hatte der Stadion-DJ den Klassiker "Wind of change" aufgelegt. Er sollte erhört werden.

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