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Martin Schmitt gewann 1998/99 und 1999/2000 den Gesamtweltcup © getty

Martin Schmitt landet bei der Qualifikation zum Auftaktspringen in Oberstdorf in den Top Ten. An die Spitze springt ein Österreicher.

Oberstdorf - Martin Schmitt ist in der Qualifikation von Oberstdorf erneut in die Weltklasse gesegelt und hat seine Rolle als Geheimfavorit bestätigt.

Zum Auftakt der 57. Vierschanzentournee sprang der viermalige Skisprung-Weltmeister aus Furtwangen auf 132,5 Meter und lag als Sechster nur 2,5 Meter hinter Sieger Wolfgang Loitzl.

Der Österreicher hielt damit seine Teamgefährten Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer sowie Weltcup-Spitzenreiter Simon Ammann aus der Schweiz auf Distanz. DATENCENTER: Die Skisprung-Saison

Larinto springt am weitesten

Zu den Favoriten des Auftakt-Wettbewerbes am Oberstdorfer Schattenberg (Mo., ab 16.30 Uhr LIVE) zählt neben Schmitt, Ammann und dem Österreicher-Trio auch der Finne Ville Larinto, der mit 139 Metern den weitesten Versuch stand.

Insgesamt acht Springer der starken deutschen Mannschaft qualifizierten sich.

"Meine Form ist auf hohem Niveau. Ich bin konkurrenzfähig und für den Auftakt bis in die Haarspitzen motiviert" sagte Martin Schmitt zufrieden. Der Schwarzwälder hatte von 1998 bis 2000 dreimal in Folge am `deutschen Berg" (bisher 20 Tournee-Tagessiege) in Oberstdorf gewonnen und könnte als erster deutscher Springer nach exakt sechs Jahren (Sven Hannawald) im Allgäu wieder gewinnen.

Schmitt gegen Damjan

Bereits im Training überzeugte der 30-Jährige mit scheinbar mühelos erzielten Spitzenweiten (130,5 m sowie 135,5 m) und winkte lächelnd in das Publikum.

Bei eisigen Temperaturen von minus acht Grad feierten knapp 10.000 Zuschauer ihren wiedererstarkten Liebling am Ende euphorisch. "Natürlich wird jetzt wieder spekuliert. Ich lasse mich davon nicht verrückt machen. Ich freue mich darüber, wie viel mir die Leute wieder zutrauen" meinte Schmitt, der am 1. März 2002 in Lahti seinen 28. und bislang letzten Weltcup-Triumph gefeiert hatte.

Im K.o.-Duell des ersten Wettkampf-Durchgangs trifft er auf den bislang in Oberstdorf schwachen Slowenen Jernej Damjan.

Schuster vollauf zufrieden

"Martin hat sich nach den Weihnachtsferien gleich wieder gut reingefunden und ist bestens gerüstet", kommentierte Werner Schuster nach seinem gelungenen Vierschanzentournee-Debüt als deutscher Bundestrainer. "Es war ein sehr guter Auftakt von uns."

Schuster bezog sein Lob vor allem auch auf Stephan Hocke (Schmiedefeld/128), Michael Neumayer (Berchtesgaden/128,5) und Michael Uhrmann (Rastbüchl/126,5) ein, die auf den Plätzen 10, 11 sowie 13 zu den Besten der hochklassigen Qualifikation zählten.

Junioren-Weltmeister dabei

Außerdem schafften noch Felix Schoft (Partenkirchen/115,5), Junioren-Weltmeister Andreas Wank (Oberhof/114,5), Severin Freund (Rastbüchl/113,5) und Julian Musiol (Zella-Mehlis/112,5) den Sprung unter die weltbesten 50, die für den Tournee-Auftakt zugelassen sind.

Bei der 57. Vierschanzentournee stehen nach dem Auftakt in Oberstdorf noch das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen sowie die Wettbewerbe in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) auf dem Programm.

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