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Martin Schmitt erreichte bei der Vierschanzen-Tournee 2000/2001 Rang zwei © getty

Erster Podestplatz seit 2007: Martin Schmitt zeigt sich im Interview hochzufrieden mit dem Wettkampf am Bergisel.

Innsbruck - Martin Schmitt springt am Bergisel erstmals seit zwei Jahren wieder auf das Podest. Nach dem ersten Durchgang hatte der DSV-Springer sogar in Führung gelegen.

Im Finale musste er sich mit Wolfgang Loitzl und Gregor Schlierenzauer doch noch zweien der Lokalmatadoren geschlagen geben. Dennoch war Schmitt anschließend überglücklich, wieder einmal zwei Top-Sprünge in einem Wettkampf gezeigt zu haben.

Zuletzt hatte der Hinterzartener im März 2007 in Lahti den dritten Platz (DATENCENTER: Ergebnisse Skispringen) belegt. In der Vierschanzen-Tournee musste er sogar acht Jahre auf dieses Erfolgserlebnis warten.

Im Interview zeigt er sich zuversichtlich für den Tourneeabschluss in Bischofshofen (Dienstag, ab 16.30 Uhr LIVE) und freut sich auf die Weltmeisterschaften im tschechischen Liberec im Februar.

Frage: "Martin Schmitt, wie fühlt es sich an, erstmals seit acht Jahren wieder auf dem Podest zu stehen?"

Martin Schmitt: "Der Bann ist gebrochen. Ich bin sehr glücklich, endlich wieder auf dem Podest zu stehen. Ich habe zwei gleichmäßig gute Sprünge gemacht und bin auf meinem Weg wieder ein Stück vorangekommen."

Frage: "Was war es für ein Gefühl, erstmals seit so langer Zeit als Führender nach dem ersten Durchgang oben auf dem Startbalken zu sitzen?"

Schmitt: "Es war ein tolles Gefühl, aber auch nicht einfach. Aber ich habe einen klaren Kopf behalten und einen guten Sprung gemacht. Es war das Ziel, dass ich meine besten Sprünge im Wettkampf mache, und das ist mir gelungen."

Frage: "Was sagen Sie den Leuten, die Sie schon abgeschrieben hatten?"

Schmitt: "Ich habe immer versucht, solche Sachen auszublenden. Ich bin nicht nachtragend und kann nur sagen, dass ich immer an mich geglaubt habe. Und ich bin dafür belohnt worden."

Frage: "Sie hätten das Springen in Innsbruck auch gewinnen können. Ärgert man sich da auch ein wenig über Platz drei?"

Schmitt: "Natürlich war es vorne sehr eng, und es wäre auch noch mehr drin gewesen. Aber wenn man so lange nicht auf dem Podest gestanden hat, dann freut man sich einfach zu hundert Prozent. Ich habe jetzt die letzte Gewissheit, dass ich jeden schlagen kann. Meine Form steigt weiter an, ich freue mich auf weite Flüge in Bischofshofen und die WM."

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