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Richard Freitag wurde bei der Vierschanzen- Tourne 2011/2012 Gesamtwertungs-Zehnter © getty

Die DSV-Springer treten zum Auftakt der Team-Tour in Willingen mit breiter Brust an und fordern die Österreicher heraus.

Willingen - Severin Freund als Sieghoffnung, Richard Freitag als Geheimwaffe und das DSV-Team als Herausforderer:

Die deutschen Skispringer gehen mit breiter Brust in das Weltcup-Wochenende in Willingen und wollen beim Heimspiel ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

"Wir wollen uns als erster Verfolger Österreichs positionieren", sagte Bundestrainer Werner Schuster vor dem Springen in Hessen, das Auftakt der Team-Tour mit weiteren Stationen in Klingenthal und Oberstdorf ist:

"Endlich haben wir wieder eine Chance, unsere positive Entwicklung auch auf heimischem Boden unter Beweis zu stellen."

Freund "liegt die Schanze"

Vor allem Freund kann sich nach seinem Sieg im Einzelspringen im Vorjahr am Sonntag Hoffnungen auf eine Wiederholung machen (DATENCENTER: Die Saison 2011/2012).

"Ihm liegt die Schanze", sagt Schuster. Der deutsche Vorflieger selbst hält den Ball jedoch noch flach.

"Speziell an Willingen habe ich gute Erinnerungen", sagt der 23-Jährige aus Rastbüchl: "Aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Die Ergebnisse aus der Vergangenheit sind nicht wirklich aussagekräftig."

Dafür jedoch die aktuellen.

"Willingen ist ein gutes Pflaster"

Trotz der Enttäuschungen bei der Vierschanzentournee mit Rang sieben für Freund als bester in der Gesamtwertung winkt nach einem Sieg durch Freitag in Harrachov im Dezember und weiteren sechs Podestplatzierungen das beste deutsche Gesamtgebnis der letzten fünf Jahre.

In Freund und Freitag stehen aktuell zwei Springer unter den Top 10 der Welt.

"Ziel ist ein Podestplatz mit der Mannschaft. Willingen ist dafür ein gutes Pflaster", sagte Schuster vor dem Teamspringen am Samstag.

Enger Kampf mit Norwegen

Seit Saisonbeginn liefert sich das DSV-Team mit Norwegen hinter den übermächtigen Österreichern einen engen Kampf um Platz zwei im Nationencup.

"Wir wollen den Heimvorteil der nächsten Wettkämpfe nutzen und uns wieder vor sie schieben", sagte Schuster, der mit seiner Mannschaft in Willingen im Vorjahr Platz zwei belegt hatte.

Auch bei der vierten Auflage der Team Tour wollen sich Freund und Co. von den 30.000 Fans tragen lassen.

Schmitt fehlt weiterhin

Dabei fehlt der angeschlagene Martin Schmitt auf der Mühlenkopfschanze.

Der Routinier aus Furtwangen laboriert an einer Knieverletzung und wird erst in dieser Woche wieder ins Training einsteigen, der Zeitpunkt seiner Weltcup-Rückkehr ist ungewiss. "Ein Start kommt noch zu früh", sagte Schuster.

Vorfreude auf die "intensive Woche"

Richard Freitag freut sich derweil vor allem auf sein Heimspringen in Klingenthal.

"Die Form stimmt und ich fühle mich fit", sagte der 20-Jährige aus Aue.

Der Teamgedanke würde bei der Tour im Vordergrund stehen und die Stimmung sei "sehr gut", betonte der Zehnte der Vierschanzentournee: "Wir freuen uns alle sehr auf diese intensive Skisprung-Woche."

Team-Tour über Klingenthal bis Oberstdorf

Am Mittwoch wird die Team-Tour mit dem Weltcup in Klingenthal fortgesetzt, ehe in Oberstdorf (18./19. Februar) erneut ein Einzel- und ein Mannschaftswettbewerb anstehen.

Für die Gesamtwertung werden jeweils die Punkte aller vier Teamspringer sowie der zwei besten Einzelspringer jeder Nation addiert.

In den vergangenen beiden Jahren holte sich Topfavorit Österreich die 100.000 Euro Extra-Prämie für den Gesamtsieg.

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