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Severin Freund gewann im Vorjahr das Einzelspringen in Willingen © getty

Die DSV-Adler landen zum Auftakt der Team-Tour in Willingen auf Rang drei. Österreich muss sich überraschend geschlagen geben.

Willingen - Nachdem sich die deutschen Skispringer den ersten Mannschafts-Podestplatz des Winters gesichert hatten, klopften sie sich gegenseitig auf die Schultern.

Auch wenn es beim Heim-Weltcup in Willingen nicht zur ganz großen Überraschung reichte, zeigten sich die DSV-Adler Severin Freund (Rastbüchl), Richard Freitag (Aue), Maximilian Mechler(Isny) und Andreas Wank (Oberhof) nach ihrem dritten Platz mit 963,7 Punkten im Teamwettbewerb erleichtert. (Team-Tour: Mit Heimvorteil gegen Austria-Adler)

Beim Auftakt der Team-Tour waren nur Norwegen (999,2) und Olympiasieger Österreich (976,3) stärker.

Freund ist zufrieden

"Ich bin sehr zufrieden. Es war endlich mal wieder ein Podestplatz für uns. Wenn es ausgerechnet zuhause zum Start der Team-Tour dazu reicht, dann ist das umso schöner", sagte Freund: "Wir waren in dieser Saison schon zweimal Vierter, das ist immer ärgerlich. Jetzt sind wir glücklich."

Sowohl im finnischen Kuusamo als auch in Harrachov/Tschechien hatte es jeweils nur zum undankbaren vierten Platz gereicht.

Schuster mahnt

"Ich bin froh, dass wir eine so tragende Rolle spielen konnten. Wenn Richard Freitag im ersten Versuch so gut springt wie im zweiten, dann geht es für uns sogar um den Sieg", sagte Bundestrainer Werner Schuster: "Wir sind in unserer Performance ein Stück weiter gekommen, aber wir machen immer noch zu viele Fehler."

Überraschung aus Norwegen

Vor 13.255 Zuschauern im Hexenkessel an der Mühlenkopfschanze überraschten vor allem die Norweger.

Denn die in Bestbesetzung angetretenen Österreicher um Vierschanzentournee-Gewinner Gregor Schlierenzauer und den Gesamtweltcup-Führenden Andreas Kofler landeten mit mehr als 20 Punkten Rückstand nur auf Rang zwei.

Freund mit dem weitesten Satz

Hinter den DSV-Adlern, bei denen Freund den weitesten Sprung (145,5 m) des Tages schaffte, sicherte sich Japan bei eisigen Temperaturen von minus 15 Grad den vierten Platz. Die Asiaten hatten dabei nur 1,9 Zählern Rückstand.

Bereits nach dem ersten Durchgang sah es nach einem heißen Kampf um die Podestplätze aus, Japan lag sogar nur 0,8 Punkte hinter dem DSV-Team.

Dass der knappe Vorsprung gehalten wurde, lag neben den Leistungen der Vorflieger Freund (145,5 m/138,0 m) und Freitag (129,5/137,5) auch am überraschend starken Wank (135,0/134,5). (DATENCENTER: Die Saison 2011/2012).

Lob für die Atmosphäre

"Die Atmosphäre ist super. Wenn man weit springt, dann freuen sich alle mit, das ist überwältigend und man genießt das schon sehr", sagte Wank: "Ich bin aber noch nicht ganz zufrieden, da fehlt noch ein kleines Stückchen."

Noch ein bisschen mehr fehlt wohl bei Maximilian Mechler. Der 28-Jährige aus Isny schaffte es jeweils nur auf 118,0 m und haderte bereits nach dem ersten Durchgang mit seiner Leistung: "Das war nicht optimal, ich bin etwas spät weggekommen." Auch bei seinem zweiten Versuch gab es keine Steigerung, doch seine Teamkollegen bügelten das aus.

Jagd auf den Jackpot

Am Sonntag (ab 14.45 Uhr im LIVE-TICKER) steht auf der Mühlenkopfschanze in Willingen das erste Einzelspringen der neuntägigen Tour auf dem Programm.

Die weiteren Stationen bei der Jagd auf den 100.000-Euro-Jackpot sind Klingenthal und Oberstdorf.

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