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Wolfgang Loitzl ist der erste österreichische Tournee-Sieger seit 2000 © getty

Der bis daher eher unauffällige Wolfgang Loitzl katapultiert sich mit seinem Sieg bei der Vierschanzen-Tournee ins Rampenlicht.

Bischofshofen - "Papa" Wolfgang Loitzl musste fast 29 Jahre alt werden, ehe er beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen seinen ersten Weltcup gewann und fünf Tage später als umjubelter Sieger der 57. Vierschanzentournee feststand.

"Seit dem 1. Januar 2009 hat Wolfgang das Siegergen entdeckt. Aber dafür hat er schon einen Tritt in den Allerwertesten gebraucht", erklärt der österreichische Chefcoach Alexander Pointner grinsend.

Loitzl war immer ein braves wie unauffälliges Mitglied der überragenden Austria-Adler. Er wurde Team-Weltmeister, stand aber im Einzel immer im Schatten von Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern oder Gregor Schlierenzauer.

Olympia als Wendepunkt

Erst, als er beim Austria-Olympiasieg 2006 in Turin als Ersatzmann zuschauen musste, fiel bei dem introvertierten Harley-Fahrer der Groschen.

"Da wusste ich, dass ich was ändern muss, schließlich wollte ich nicht ewig einfach nur so dabei sein", erzählt Loitzl.

Vor diesem Winter wechselte er die Skimarke, bereitete sich mit dem B-Team vor und erlöste mit dem ersten Austria-Gesamtsieg seit Andreas Widhölzl im Jahr 2000 eine ganze Nation.

Familie gibt Rückhalt

Loitzls Erfolgsgeheimnis ist die Familie. Ehefrau Marika reiste extra nach Bischofshofen an, die Kinder Benjamin (3) und Niklas (1) saßen daheim vor dem Fernseher.

Wolfgang Loitzl ist ein strahlender Sieger der Tournee, vor allem aber ein glücklicher Papa: "Ich bin reifer durch meine beiden Kinder. Wenn ich mit ihnen telefoniere, ist das ganze Thema Skispringen vergessen"

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