vergrößernverkleinern
Gregor Schlierenzauer ist beim Skifliegen noch ungeschlagen © imago

Der Österreicher ist auch am zweiten Tag beim Skifliegen am Kulm das Maß der Dinge. Die deutschen Flieger enttäuschen.

Bad Mitterndorf - Als Austria-Adler Gregor Schlierenzauer die Skiflug-Arena am Kulm nach seinem zweiten überragenden Siegen in ein Tollhaus verwandelte, stand Martin Schmitt mit hängendem Kopf traurig da.

Nach dem starken Comeback bei der Vierschanzentournee landete der deutsche Vorflieger in Bad Mitterndorf nach Platz acht am Samstag am Sonntag nur auf Platz zwölf.

"Ich habe nie zu meinem Sprung gefunden. Mein Eindruck ist sicherlich nicht der beste", sagte Schmitt und machte sich traurig auf den Weg ins heimische Furtwangen.

Optimistisch nach Zakopane

Dennoch blickte Schmitt optimistisch zu den kommenden Springen im polnischen Wintersportort Zakopane.

"Die Schanze ist dort wieder deutlich kleiner und liegt mir sicher mehr", sagte der viermalige Weltmeister. Schmitt hatte bereits vor den Fliegen am Kulm nach einer Erkältung über Schlappheit geklagt.

Zweimal über 200 Meter

Mit 353,1 Punkten für Flüge auf 185,5 und 190 Metern lag Schmitt umgerechnet 22,5 Meter hinter Triumphator Schlierenzauer.

Der Weltmeister flog am Sonntag zweimal über die 200-m-Marke, holte 393,6 Punkte und distanzierte den Finnen Harri Olli (390,4) sowie den Schweizer Weltcup-Spitzenreiter Simon Ammann (382,2).

Fan-Busse für Loitzl

Wolfgang Loitzl zeigte auch am Sonntag Schwächen und landete nur auf Platz zehn. Dennoch hatte der 29-jährige durch seinen Tournee-Triumph in seinem Heimatort Bad Mitterndorf für einen Ausnahmezustand gesorgt.

Die Fans reisten in mehreren Sonderzügen zum Kulm, vor der Schanze reihten sich die Busse kilometerweit hintereinander.

Durchwachsene Teamleistung

Michael Neumayer und Michael Uhrmann hatten dagegen nur wenig Grund, die rot-weiß-roten Skiflug-Festspiele in der Steiermark zu genießen.

Für den durch eine leichte Grippe geschwächten Neumayer reichte es nur zu Platz 14, Routinier Uhrmann verbuchte Rang 15.

Felix Schoft, Stephan Hocke und Junioren-Weltmeister Andreas Wank verpassten dagegen das Finale der besten 30.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel