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Martin Schmitt feierte in Zakopane den zweiten Podestplatz des Winters © getty

Im zweiten Durchgang rückt Martin Schmitt noch auf den dritten Platz vor. Den Sieg machen zwei Österreicher unter sich aus.

Zakopane - Martin Schmitt zeigte die Faust und jubelte nach Rang drei wie ein Gewinner:

Der Ex-Weltmeister hat beim Weltcup in Zakopane zum zweiten Mal in diesem Winter einen Podesplatz geschafft.

Seinen vierten Saisonsieg feierte im Windspringen Tournee-Gewinner Wolfgang Loitzl aus Österreich.

"Das tut gut - ich genieße es", sagte Routinier Schmitt. "Es war schwierig hier. Ich bin exakt und mit dem richtigen Druck gesprungen."

Amman bleibt vorne

Rund einen Monat vor der WM war der 29-jährige Loitzl im Windspringen nach 129,5 und 132 Metern mit 272,7 Punkten immerhin 10,2 Zähler besser als sein Landsmann Gregor Schlierenzauer (127,5+130 Meter/262,5 Punkte).

Der Tournee-Vierte Schmitt erhielt für 121 und 129,5 Meter insgesamt 249,4 Zähler und stand wie schon am 4. Januar in Innsbruck auf dem Podest.

Die Führung im Gesamtweltcup behauptete der diesmal nur fünftplatzierte Schweizer Simon Ammann. Am Samstag steht die zweite Konkurrenz in Polen auf dem Programm.

"Stärkste Sprünge des Winters"

"Eine ganz starke Leistung von Martin", lobte Bundestrainer Werner Schuster: "Im ersten Durchgang hat er sich trotz nicht so guter Bedingungen vorn festgebissen und dann einen seiner stärksten Sprünge des Winters gezeigt."

Ausgerechnet bei Schmitt ließ beim ersten Versuch der Aufwind nach. Trotzdem brachte er sich als Vierter in Lauerposition. "Ein guter Sprung, das habe ich ordentlich gemacht", meinte er da. Michael Neumayer und Michael Uhrmann belegten am Ende die Ränge 14 sowie 15.

Wetterchaos in Zakopane

Nach 11 Springern im ersten Durchgang musste die Konkurrenz wegen des wechselnden Windes neu gestartet werden. Das Finale der besten 30 verpassten dann Andreas Wank als 37. und Severin Freund auf Platz 42. Stephan Hocke war bereits in der Qualifikation ausgeschieden.

Die Topleute ließen sich von der Unterbrechung nicht beeindrucken. "Ich bin ganz gelassen, die Jury hat das im Griff", meinte der 19-jährige Schlierenzauer cool.

Neumayer unzufrieden

Grinsend fügte er angesichts der dröhenden Lautsprecher in der mit rund 30.000 Zuschauern brodelnden Arena hinzu: "Hier kriegt man ja Herzrhythmusstörungen."

Neumayer, in dieser Saison erst viermal unter den Top 10, ärgerte sich über sein Abschneiden: "Schade, nach den guten Trainingsleistungen habe ich mehr erwartet." Auch Uhrmann war nicht zufrieden. "Es fehlen immer ein paar Meter. Ich hoffe, dass ich bei der WM ein Stück weiter bin", sagte er.

Bystöl sorgt für Skandal

Olympiasieger Lars Bystöl aus Norwegen sorgte unterdessen für den zweiten Dopingskandal in der Geschichte des Skispringens. Wie der 30-Jährige dem Boulevardmagazin "Se og Hör" bestätigte, wurde er im November 2008 bei einer kleineren Konkurrenz in Vikersund positiv auf das psychoaktive Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC) getestet. (Zum Bericht)

Das Narkotikum ist Hauptwirkstoff der Hanfpflanze und somit nach Cannabis-Konsum nachweisbar.

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