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Michael Uhrmann sicherte sich 2002 die olympische Goldmedaille mit der Mannschaft © getty

Routinier Michael Uhrmann muss den Wettbewerb im Willingen erkrankt absagen. Doch auch ohne ihn hat das Team große Ziele.

Willingen - Die Ambitionen der deutschen Skispringer haben kurz vor der Weltpremiere der Team Tour in Willingen (Sa., ab 16 Uhr LIVE) einen herben Dämpfer erhalten.

Bundestrainer Werner Schuster muss beim Team-Springen am Samstag sowie tags darauf im Einzel auf Michael Uhrmann verzichten.

Der Routinier aus Rastbüchl blieb mit einer verschleppten Erkältung zu Hause und hofft auf einen Einsatz auf der zweiten Station ab Dienstag in Klingenthal.

Chance für Talente

"Das ist definitiv ein Rückschlag für uns. Michael ist einer der Eckpfeiler des Teams. Jetzt müssen andere die Ärmel hochkrempeln und über sich hinauswachsen", sagte Schuster.

Uhrmanns Teilnahme an der WM vom 18. Februar bis 1. März in Liberec sei nicht in Gefahr.

Martin Schmitt (Schmitt ist bereit für den Drahtseilakt), Michael Neumayer und Stephan Hocke sind für die Team-Konkurrenz in Willingen gesetzt. Den vierten Platz vergab Schuster an Severin Freund. Damit müssen Christian Ulmer und Julian Musiol zunächst zuschauen.

Österreicher gewinnt Qualifikation

Das abschließende Qualifikationsspringen entschied Markus Eggenhofer für sich. Der Österreicher landete mit 117,2 Punkten für einen Sprung auf 131,5 Meter vor dem Norweger Roar Ljökelsöy (112,6/129,5) und dem Japaner Daiki Ito (108,1/127). Bester Deutscher wurde Michael Neumayer aus Berchtesgaden (104,8/126) als Achter.

Der bereits vorqualifizierte Martin Schmitt stand im Training mit 128,5 Metern besten Sprung der deutschen Mannschaft.

Neben Neumayer und Schmitt haben sich Hocke als Zehnter, Ulmer als 13. sowie Freund als 23. für das Einzel am Sonntag qualifiziert. Nur Musiol verpasste als 50. den Sprung unter die besten 40.

Das Ziel ist die Top 3

In der neu geschaffenen und mit 100.000 Euro dotierten Team Tour wollen die deutschen Adler trotz des Ausfalls von Uhrmann in die Top 3 fliegen.

"Auch mit Uhrmann wäre dies schwer geworden. Aber besonders in Team-Springen entwickelt sich eine gewisse Eigendynamik. Die müssen wir nutzen", erklärte Schuster. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Uhrmann soll sich auskurieren

In Klingenthal soll Uhrmann, der selbst die Initiative ergriff und auf eine Auszeit bestand, wieder zur Mannschaft stoßen.

Laut Schuster werde er aber nur zum Einsatz kommen, wenn die Leistungsstärke bereits wieder ausreiche. Wichtig sei erstmal, dass er die Krankheit nun vollständig auskuriere.

Hannawald glaubt an die Mannschaft

Durch den Ausfall Uhrmanns wächst der Druck auf Vorflieger Schmitt noch weiter. Der viermalige Weltmeister will sein Team mitreißen und glaubt an einen Podiumsplatz.

"Österreich ist wohl nicht zu schlagen, aber die Plätze zwei und drei sind realistisch", sagte der 31-Jährige aus Furtwangen.

Auch sein einstiger Weggefährte Sven Hannawald erhofft sich Großes von der Mannschaft. "Ich hoffe, dass es auf jeden Fall in die Top 3 geht. Das wäre fast schon soviel wert wie eine WM-Medaille", sagte der Tournee-Sieger von 2002.

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