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Martin Schmitt sprang 2002 in Planica seine größte Weite von 224 Metern © getty

Beim Auftakt der Team Tour springen Schmitt und Co. nur auf den Blech-Rang. Der Sieg geht ganz knapp an Österreich.

Willingen - Im Dauerregen von Willingen gab es für die deutschen Skispringer nichts zu holen.

Beim Sieg von Topfavorit Österreich landete das Quartett Martin Schmitt, Michael Neumayer, Stephan Hocke und Severin Freund zum Auftakt der Team Tour nur auf

Rang vier. Die Norweger belegten vor rund 20.000 Zuschauern den zweiten Platz vor den Finnen.

"Von der Papierform stehen wir halt nur auf Platz vier, aber wir hatten einen Mann zu ersetzen. Nach vorne ist alles möglich", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

"Meine Form stimmt"

Er hofft nun auf die baldige Rückkehr des erkrankten Michael Uhrmann: "Da haben wir noch einen Joker in der Hinterhand."

Schmitt und Co. lagen letztlich mit 778,7 Punkten 14,5 Zähler oder gut acht Meter hinter den drittplatzierten Finnen. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Österreich setzte sich mit 902,9 Zählern dagegen nur um 1,7 Punkte gegen die starken Norweger durch. Vorflieger Schmitt, für den die Tour "ein absoluter Traum" ist (Artikel: Schmitt ist bereit für den Drahtseilakt), war dennoch zufrieden: "Meine Form stimmt, und ich bin zufrieden", sagte der viermalige Weltmeister.

Top-Flieger Olli patzt

Nach dem ersten Durchgang hatte Deutschland in Schlagdistanz zum Podest gelegen und hatte nur 6,1 Punkte Rückstand auf Finnland.

Bei Suomi hatte ausgerechnet Top-Flieger Harri Olli gepatzt und die Podest-Hoffnungen der eigentlich schon abgeschlagenen Deutschen wieder genährt.

Neumayer lieferte mit Sprüngen auf 134,5 und 132 Meter zwar eine solide Leistung ab, verlor in seiner Gruppe aber stets deutlich auf die Konkurrenz. "Zumindest mein zweiter Sprung war okay. Rang vier ist nicht schlecht, aber eigentlich wollten wir auf das Podest", sagte Neumayer.

Es wartet einige Arbeit

Nachwuchsspringer Freund schlug sich wacker, hatte aber im zweiten Durchgang bei schlechten Bedingungen keine Chance.

Folglich kam nach zuvor 120 Meter nur ein Sprung auf 102,5 Meter heraus. Gleiches galt für Hocke, der nach zuvor 127 Metern ebenfalls nur Freunds Weite erreichte.

Bis zur WM in in knapp zwei Wochen in Liberec wartet auf Bundestainer Schuster noch einige Arbeit.

Uhrmann will am Dienstag dabei sein

In Nord-Böhmen soll mindestens eine Medaille herausspringen, die besten Chancen rechnet sich der Deutsche Skiverband im Team aus.

Routinier Uhrmann laboriert an einer verschleppten Erkältung und hofft, am Dienstag in Klingenthal in die Tour einzusteigen. Am Sonntag steht die Einzel-Konkurrenz auf dem Programm.

Die Resultate der beiden besten Springer einer Nation gehen in die Tour-Wertung ein. Neben Schlierenzauer wird dann auch der Schweizer Simon Ammann auf der Mühlenkopfschanze um Punkte springen.

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