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Martin Schmitt wurde 1999 und 2001 Weltmeister auf der Großschanze und mit der Mannschaft © getty

Windböen verwehen Martin Schmitts Chancen auf eine Podestplatzierung in Willingen. Michael Uhrmann fällt die komplette Tour aus.

Willigen - Martin Schmitt warf nach seiner Notlandung die Handschuhe wütend in die Ecke und ließ seiner Enttäuschung freien Lauf.

Der deutsche Vorflieger stürzte beim Skisprung-Weltcup in Willingen bei irregulären Windböen von Platz fünf auf den 16. Rang ab, während sich Überflieger Gregor Schlierenzauer nach seinem Triumph feiern ließ.

"Ich bin sauer. Das war kein fairer Wettbewerb. Ich habe mit Turbulenzen gekämpft, und hätte ich nicht korrigiert, dann wäre ich garantiert gestürzt", sagte Schmitt.

Der viermalige Weltmeister lag nach 135,5 Metern im ersten Durchgang in Schlagdistanz zum Podest, ehe er bei 123,5 Metern notlanden musste: "Ich will niemandem etwas unterstellen, aber die Jury sollte sich die Zeit nehmen und auf faire Bedingungen warten."

Österreicher in Front

Im ersten Durchgang hatten sich die Kampfrichter die Zeit genommen und vor Simon Ammann sowie Schlierenzauer eine Pause angeordnet. Schlierenzauer segelte auf 144 Meter und legte den Grundstein zu seinem fünften Sieg in Serie. Mit 267,2 Punkten verwies er Dauerrivale Ammann (265,2) und den Japaner Noriaki Kasai (261,8) auf die Plätze.

In der Tour-Wertung liegt Österreich mit 1402,3 Punkten vor den tags zuvor auf Platz zwei verwiesenen Norwegern (1399,2).

Bedingungen waren nicht einfach

Nach dem verpatzten Auftakt zur mit 100.000 Euro dotierten "Dreischanzentournee" versuchte Bundestrainer Werner Schuster, seinen Schützling zu beruhigen. "Er hat viel gewollt und auch einen kleinen Fehler gemacht", sagte der Österreicher: "Die Bedingungen, das muss man zugeben, waren nicht wirklich einfach."

Die beiden Talente Severin Freund und Christian Ulmer sammelten auf den Rängen 24 und 26 Weltcup-Punkte. Sorgen bereiten Schuster momentan Stephan Hocke und Michael Neumayer, die beide das Finale der besten 30 verpassten. "Ich bin ratlos, denn so viele Fehler habe ich nicht gemacht", sagte Neumayer.

Die "Dreischanzentournee" wird im sächsischen Klingenthal fortgesetzt. Am Dienstag steht die Qualifikation, am Mittwoch eine Einzel-Konkurrenz auf dem Programm. Die Tour endet am 14./15. Februar mit zwei Skifliegen (Einzel und Team) in Oberstdorf.

Uhrmann muss passen

Dabei muss Schuster für die gesamte Team Tour auf Michael Uhrmann verzichten. Der Routinier wollte nach einer verschleppten Erkältung eigentlich auf der zweiten Station zur Mannschaft stoßen, verzichtet aber in Absprache mit dem Bundestrainer auf die gesamte Tour. Bei der WM in Liberec vom 18. Februar bis 1. März soll Uhrmann aber dabei sein.

"Das ist eine richtig schlechte Nachricht, aber Michael ist noch nicht in der Verfassung, dass er uns helfen kann", sagte Schuster.

In Klingenthal und Oberstdorf nimmt Vereinskollege Severin Freund Uhrmanns Platz im deutschen Team ein.

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