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Der 29-jährige Martin Schmitt gehört seit 1997 zum deutschen Nationalkader © getty

Bei der letzten Station der neuen "Dreischanzentournee" in Oberstdorf geht Martin Schmitt als einer der Favoriten ins Rennen.

Oberstdorf - Martin Schmitt hielt sich im Flockenwirbel von Oberstdorf mit 193 Metern vornehm zurück, geht aber trotzdem als einer der Favoriten ins Finale der Team Tour.

Zur Bestweite in der Qualifikation für die WM-Generalprobe auf der riesigen Skiflugschanze flog der Norweger Anders Jacobsen mit 218 Metern - allerdings mit längerem Anlauf.

Insgesamt starten am Samstag (ab 16 Uhr LIVE) sechs Deutsche bei der letzten Station der Premiere der neuen "Dreischanzentournee", die bis 2013 gesichert ist.

Schmitt heißer Medaillenkandidat

"Beim ersten Flug waren mir noch ein bisschen die Füße eingefroren, aber dann ging es halbwegs", erklärte Schmitt: "Ich will mich hier mit einem guten Ergebnis Richtung WM verabschieden."

Schließlich sieht ihn nicht nur Bundestrainer Werner Schuster bei den am kommenden Mittwoch in Liberec beginnenden Titelkämpfen als Medaillenkandidaten: "Der Martin war schon viermal Weltmeister, er kann da ganz entspannt reingehen und um das Podest mitspringen."

Vom deutschen Team schafften neben Schmitt die WM-Starter Michael Neumayer (176,5) und Stephan Hocke (164,5) mit wenig überzeugenden Leistungen den Sprung unter die besten 50.

Schoft wird geschont

Ebenfalls dabei sind Christian Ulmer (187,5), Pascal Bodmer (185,5) und Severin Freund (172,5), nur Danny Queck (154,5) scheiterte als 51. hauchdünn in der Qualifikation.

Der ebenfalls für die WM nominierte Felix Schoft wurde für das Team-Skifliegen zum Abschluss der neuen Team-Tour am Sonntag (ab 14.45 Uhr LIVE) geschont.

Uhrmann wieder einsatzbereit

Gute Nachrichten gab es von Michael Uhrmann, der sich nach überstandener Erkältung fit für die WM meldete.

"Das Sprunggefühl kehrt bei ihm zurück, er wird noch die eine oder andere Sprungeinheit auf einer Kleinschanze machen. Michael ist ein wesentlicher Baustein im deutschen Team bei der WM", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Schuster kritisiert Tour-Termin

Vor den beiden abschließenden Skiflug-Wettkämpfen der Dreischanzentournee in Oberstdorf haben nur noch Spitzenreiter Österreich (1920,7 Punkte) und Norwegen (1889,2) Chancen auf die 100.000 Euro Siegprämie für die beste Nation.

Deutschland liegt nach den Springen in Willingen und Klingenthal chancenlos auf Platz fünf (1694,6).

Schuster kritisierte zudem den Termin der Team Tour direkt vor den Weltmeisterschaften in Liberec: "Es ist unwahrscheinlich schwierig, den Spagat zwischen einer erfolgreichen Tour und einer erfolgreichen WM zu schaffen. Schließlich wollen wir in Liberec eine Medaille gewinnen." Speziell Martin Schmitt. (Schmitt nach Notlandung stocksauer)

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