vergrößernverkleinern
Martin Schmitt wurde 2009 bei der Vierschanzen-Tournee Vierter © getty

Die äußeren Bedingungen in Liberec versprechen eine Wetterlotterie bei der WM. Der Bundestrainer räumt Schmitt gute Chancen ein.

Liberec - Ulrike Gräßler hat mit Silber vorgelegt, jetzt hoffen Martin Schmitt und Co. in der Wetterlotterie von Liberec auf den Hauptgewinn.

"Hier kann jeder Weltmeister werden - selbst ich", sagt Stephan Hocke mit Blick auf die Entscheidung auf der Normalschanze am Samstag (ab 16 Uhr LIVE) grinsend.

Ziel des deutschen Springer-Quartetts ist die erste deutsche WM-Männermedaille seit vier Jahren. Der Wirbelwind am Berg Jested soll dabei helfen.

Wechselnde Bedingungen

"Wir sollten uns keine Gedanken über das Wetter machen. Wenn alle vier gut springen, ist bei diesen wechselnden Bedingungen die Wahrscheinlichkeit groß, dass einer von uns vorn dabei ist", sagt Bundestrainer Werner Schuster.

"Martin ist gut drauf, auch Michael Uhrmann ist definitiv konkurrenzfähig." Der Olympiavierte von der Normalschanze flog nach überstandener Erkältung in seinem ersten Trainingssprung zur Bestweite von 102 Metern.

"Mein Ziel ist eine Medaille"

Die Rückkehr des Spaßvogels hat die Stimmung im Team gehoben, besonders Kapitän Martin Schmitt hat sein Lächeln wiedergefunden.

Auf der langen Liste der Medaillenkandidaten mit Skiflug-Weltmeister Gregor Schlierenzauer an der Spitze sieht er sich selbst ziemlich weit oben: "Ich fühle mich frisch und bin heiß auf den Wettkampf. Mein Ziel ist eine Medaille."

Auf der schwierigen Schanze müsse man sehr feinfühlig springen, und genau das könne er momentan.

Drei Medaillenchancen

Psychologe Schuster bestärkt seinen Vorflieger in dessen wiedergefundenem Selbstbewusstsein und versucht den 31 Jahre alten Routinier vor der ersten von drei Medaillenchancen in Liberec stark zu reden: "Er war doch schon viermal Weltmeister und muss niemandem mehr etwas beweisen."

Vor acht Jahren holte Schmitt seine bis dato letzten beiden Titel - in Lahti war es damals fast genauso windig wie jetzt in Liberec.

Schmitt: "Ich möchte dieses Gefühl auf dem Siegerpodest noch einmal erleben."

Der Erfolgsdruck ist nach dem Erfolg von Ulrike Gräßler nicht mehr so groß - schließlich hat das schwache Geschlecht das vom Verband ausgegebene Ziel von einer Medaille im Skispringen schon erfüllt.

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenzurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel