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Gregor Schlierenzauer ist seit seinem Sieg 2008 jüngster Skiflugweltmeister © getty

Martin Schmitt patzt im zweiten Sprung, verliert seinen Podestplatz und lässt den Kopf hängen. "Schlieri" enteilt im Weltcup.

Lahti - Platz 14 statt erster Sieg seit sieben Jahren: Vizeweltmeister Martin Schmitt (Schneesturm sichert Schmitt Silber) ist bei der WM-Revanche auf seiner Lieblingsschanze in Lahti im zweiten Durchgang abgestürzt.

Der nach dem ersten Sprung noch zweitplatzierte Routinier verschenkte mit einem Hüpfer auf 84 Meter die Chance auf den ersten Weltcup-Triumph seit dem 1. März 2002.

Am Tag nach dem vierten Platz von Deutschland im Teamwettbewerb (Deutsche Adler zurück im Normalbereich) feierte Gregor Schlierenzauer von Doppelsieger Österreich seinen elften Saisonerfolg.

Absturz durch Vorflieger?

"Natürlich bin ich enttäuscht", sagte Schmitt mit hängendem Kopf.

Bundestrainer Werner Schuster hatte neben den schlechten Windbedingungen im zweiten Sprung auch einen Fehler seines Vorfliegers als Ursache für den Absturz ausgemacht: "Martin wollte es schaffen und ganz nach vorn springen. Und dann potenziert sich bei den Bedingungen so ein kleiner Fehler. Natürlich bin ich über das Ergebnis nicht sehr glücklich, zumal die restliche Mannschaft ihre Leistung nicht gebracht hat."

Schlierenzauer baut Vorsprung aus

Der Schwarzwälder Schmitt erhielt bei dem wegen starken Windes kurzfristig von der Groß- auf die Normalschanze verlegten Springen für Sprünge auf 92,5 und 84 Meter nur 219,5 Punkte.

Schlierenzauer siegte mit 242,0 Punkten vor dem Schweizer Simon Ammann (236,0) und dem Russen Dimitri Wassilijew (234,0).

Michael Neumayer (212,0 Punkte) landete auf Platz 19 vor Stephan Hocke (210,5). Talent Pascal Bodmer (202,5) belegte Rang 27.

Michael Uhrmann war als 38. im ersten Durchgang gescheitert. Im Gesamtweltcup (Weltcup-Ergebnisse) baute Schlierenzauer seinen Vorsprung vor Ammann auf 254 Punkte aus.

Schmitt unzufrieden

Eine kurzfristige Verlegung auf die nicht so windanfällige Normalschanze rettete das Springen.

"Es war ein Glücksfall, dass wir hier zwei Weltcup-würdige Anlagen nebeneinander haben", sagte Renndirektor Walter Hofer.

Allerdings mussten die Springer die letzten Meter auf die kleine Schanze zu Fuß gehen. Schmitt: "Es war eine Herausforderung, die ich angenommen habe. Leider nicht mit dem gewünschten Erfolg."

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