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Martin Schmitt wurde bei der WM in Liberec Zweiter von der Großschanze © getty

Knapp scheitert Schmitt nach toller Aufholjagd an den ersten Rängen, während Schlierenzauer vor dem Gesamtweltcupsieg steht.

Lillehammer - Martin Schmitt ist als Fünfter von Lillehammer nur 4,1 Punkte am Podest vorbeigeflogen.

Während der Vizeweltmeister nach einer tollen Aufholjagd noch von Rang neun nach vorn sprang, wurde das "Enfant terrible" Harri Olli (Finnland) auf der Olympiaschanze von 1994 als strahlender Sieger gefeiert.

Der Russe Dimitri Wassilijew bescherte seinem deutschen Trainer Wolfgang Steiert als Zweiter den größten Erfolg seiner Amtszeit, der drittplatzierte Österreicher Gregor Schlierenzauer steht vor dem Gesamtweltcupsieg (Weltcup-Ergebnisse).

Schwacher erster Duchgang

"Schade, dass es nicht mit dem Podest geklappt hat. Die Meter habe ich im ersten Durchgang liegengelassen", sagte Schmitt an der Stätte seines ersten Weltcupsieges (28. November 1998).

Nach seinem ersten Sprung auf 128 Meter hatte der Routinier den Kopf geschüttelt.

Nach einem Flug auf 136,5 Meter ballte er die Faust, es reichte mit 264,8 Punkten immerhin noch zu Platz fünf. "Martin hatte im ersten Sprung einen kleinen Absprungfehler, ist aber ansonsten sehr gut geflogen", sagte Bundestrainer Werner Schuster (Schmitt nach Aufholjagd Sechster) .

Olli konzentriert sich aufs Wesentliche

Olli, der bei der Skiflug-WM im vergangenen Jahr in Oberstdorf nach einer Nacht mit Sex und Alkohol aus dem Team geflogen war, holte sich mit der überragenden Bestweite von 142 Metern seinen zweiten Weltcup-Sieg.

Mit 288,7 Punkten verwies er den nach dem ersten Durchgang noch führenden Wassilijew (275,2) und Schlierenzauer (268,9) auf die Plätze.

Im Gesamtweltcup baute das 19 Jahre alte Supertalent seine Führung mit 1838 Punkten vor dem diesmal auf Platz 14 abgestürzten Schweizer Simon Ammann (1596) weiter aus, ein dritter Platz beim nächsten Skifliegen im Vikersund reicht Schlierenzauer bereits zum Gewinn der großen Kristallkugel.

Schuster: "Ein schwieriges Springen für alle Beteiligten"

Michael Neumayer (Berchtesgaden/227,5) wurde 17., Michael Uhrmann (Rastbüchl/214,2) landete auf Platz 21. Erik Simon (Aue) verpasste als 41. den Sprung ins Finale der besten 30.

"Bis auf Martin sind alle ein bisschen müde. Aber das war ein schwieriges Springen für alle Beteiligten", sagte Schuster.

Der erste Durchgang war nach 21 Springern abgebrochen worden, nachdem der Slowene Robert Kranjec mit 142 Metern nur einen Meter unter dem Schanzenrekord geblieben war.

Hindernis für Hocke

Nach der Verkürzung des Anlaufs war Stephan Hocke (Schmiedefeld) der erste Springer, fuhr über ein Reisigstück in der Anlaufspur und musste nach zwei Durchgängen mit Platz 29 zufrieden sein.

Das Nordic Tournament - die Vierschanzentournee des Nordens - wird am Wochenende auf der Skiflugschanze im norwegischen Vikersund abgeschlossen. Die Führung in der Gesamtwertung hat jetzt Harri Olli übernommen.

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