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Werner Schuster löste im Sommer Peter Rohwein als Bundestrainer ab © getty

Neben Martin Schmitt treten beim Skifliegen in Planica vier weitere DSV-Adler an. Bundestrainer Schuster lobt den Nachwuchs.

Planica - Neben dem gesetzten Vizeweltmeister Martin Schmitt haben sich vier weitere deutsche Skiflieger für das Weltcup-Finale in Planica/Slowenien qualifiziert (Fr., 15 Uhr LIVE).

Für eine Überraschung im deutschen Lager sorgte Erik Simon. Der Youngster knackte mit 200,5 Metern als einziger DSV-Starter die 200-m-Marke.

Schmitt landete genau wie Teamkollege Michael Neumayer bei 199 Metern. Christian Ulmer (194 Meter) und Michael Uhrmann (188,5) qualifizierten sich ohne Probleme.

Hocke verpasst Finale

Das Saisonabschlussfliegen verpasst hat lediglich Stephan Hocke. Dem Olympiasieger von Salt Lake City 2002 reichten 184,5 Meter nicht zum Weiterkommen.

Die Tagesbestweite schaffte der Slowene Robert Kranjec mit 215,5 m.

"Es fehlt ein Komet"

Unterdessen hat Bundestrainer Werner Schuster hat den deutschen Skisprung-Nachwuchs gelobt, vermisst aber einen Überflieger wie den Österreicher Gregor Schlierenzauer.

"Wir haben noch keinen Geheimtipp, von dem wir sagen können: Der explodiert nächstes Jahr, der ist ein Komet", sagte Schuster der "Süddeutschen Zeitung".

Dennoch zeigte sich der Österreicher mit den Leistungen im Continentalcup, wo nach jahrelanger Durststrecke unter anderem zwei Dreifach-Siege heraussprangen, zufrieden.

Schmitt in der Spitze auf sich allein gestellt

Im Weltcup-Team nahm der vor der Saison angetretene Schuster die Springer hinter Martin Schmitt in die Pflicht. "Wir waren immer froh, wenn Martin ein gutes Ergebnis hatte, die anderen konnten nie für ihn in die Bresche springen. Wir sind in der Spitze weiterhin sehr dünn besetzt", sagte Schuster.

Mit Schmitt habe man eine Absicherung nach oben gehabt, so dass man von der Wahrnehmung her zufrieden gewesen sei.

Schuster lästert über Landsleute

Bitter stößt dem Bundestrainer noch immer das Verhalten der Österreicher nach dem auf einen Durchgang verkürzten WM-Springen von Liberec auf, in dem Schmitt Silber gewann.

"Wenn man wirklich Größe zeigt, kann man auch ein bisschen mehr Abstand haben zum Geschehen und etwas mehr Respekt zeigen", sagte Schuster über seine Landsleute.

Schlierenzauer war nach dem Abbruch sauer, weil er sich um seine Medaillenchance gebracht sah.

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