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Michael Neumayer landete bei 188,5 m den weitesten deutschen Flug im ersten Durchgang © imago

Beim verkürzten Teamwettbewerb in Planica landen die DSV-Flieger auf Platz sechs, der Riesensatz eines Auer Nobodys zählt nicht.

Planica - In der Windlotterie an Planicas Riesenschanze hatten Norwegens Skiflieger das große Los gezogen, nur Nieten gab es für die deutschen Adler.

Während die Skandinavier das nach dem ersten Durchgang abgebrochene finale Teamfliegen der Weltcup-Saison überraschend vor Polen und Russland gewannen, landete die Auswahl des Deutschen Skiverbandes (DSV) nur auf Platz sechs.

"Wenn der Wind innerhalb eines Fluges mehrfach wechselt, mal von vorn und mal von der Seite bläst, dann ist es extrem schwierig. Es nutzt nix, aber der Wind war einfach zu turbulent", sagte Martin Schmitt.

Zehn Meter weiter als Schlierenzauer

Der Vizeweltmeister aus Furtwangen bildete diesmal mit Michael Neumayer (Berchtesgaden) sowie den Youngstern Erik Simon (Aue) und Christian Ulmer (Wiesensteig) das deutsche Quartett.

Bundestrainer Werner Schuster verzichtete auf seinen ansonsten im Team gesetzten Routinier Michael Uhrmann (Rastbüchl), der "zur Zeit einfach nicht die nötige Sicherheit beim Fliegen hat", und vertraute stattdessen den Nobodies Simon und Ulmer.

Beide boten im durch zahlreiche Unterbrechungen gestörten Wettbewerb durchaus ansprechende Leistungen. Simon landete in seinem zweiten Versuch sogar bei 195,5 Metern und flog damit beispielsweise zehn Meter weiter als der österreichische Skiflug-Weltmeister Gregor Schlierenzauer (Schlierenzauer fliegt zu neuen Rekorden).

Nur in Liberec noch schlechter

Allerdings wurde Simons Versuch später annulliert, während der aufgrund von Rückenwind missratene 185-Meter-Satz des 13maligen Saisonsiegers Schlierenzauer in die Wertung kam.

Da auch Thomas Morgenstern nur bei 178,5 Metern landete, kamen die Weltmeister aus Österreich nicht über den vierten Platz hinaus. Im siebten Teamwettbewerb des Winters kamen die viermaligen Sieger damit zum ersten Mal nicht auf das Siegerpodest. (Alle Skisprung-Ergebnisse)

Die deutschen Skispringer mussten das zweitschlechteste Abschneiden nach dem 10. Platz bei der WM in Liberec quittieren.

Hautamäki der Tagesbeste

Am Sonntag (ab 10.15 Uhr LIVE) findet als letzter Saisonwettbewerb noch ein Einzelfliegen statt.

Den Skiflug-Weltrekord aus dem Jahr 2005 hält Björn Einar Romören (Norwegen) mit 239 Metern auf der weltgrößten Anlage in den Julischen Alpen im Nordwesten Sloweniens.

Dem kam im Teamfliegen der Finne Matti Hautamäki mit 220,5 Metern als Tagesbester am nächsten.

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