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Martin Schmitt landete in dieser Saison bei zwei Weltcup-Springen auf Platz drei © imago

Mit dem zweitweitesten Flug im letzten Durchgang der Saion klettert Martin Schmitt in Planica um 14 Plätze. Harri Olli siegt.

Planica - Martin Schmitt gehörte in Planica beim turbulenten Saisonfinale der Skiflieger zu den großen Verlierern.

Der Vizeweltmeister musste sich beim Weltcup-Sieg des Finnen Harri Olli trotz zweier großartiger Flüge mit Rang 10 begnügen. (Alle Skisprung-Ergebnisse)

Seine 217,5 Meter im ersten Durchgang führten zum ersten von zwei Neustarts, dann gelangen ihm nur schlappe 176,5 Meter, und die wiederum glänzenden 216 Meter (374,0 Punkte) im Finale reichten nicht für einen Spitzenplatz.

"Trotzdem eine schöne Saison"

"Die weiten Flüge haben auf jeden Fall Spaß gemacht, da fehlte mir in der Luft aber ein bissel die Routine, um noch weiter zu kommen", meinte Schmitt: "Schade, dass ich nicht zwei Top-Ergebnisse in die Wertung gebracht habe. Aber es war trotzdem eine schöne Saison für mich."

Der erste Durchgang zog sich bei Sonnenschein über fast zwei Stunden.

Der 24-jährige Olli kam bei wechselndem Wind mit 211 Metern und der Tagesbestweite von 219,5 Metern auf 424,6 Punkte und setzte sich beim dritten Weltcup-Sieg seiner Laufbahn somit klar vor dem Polen Adam Malysz (412,4 Punkte/210+209,5 Meter) durch.

Bundestrainer stärkt die Jury

Gemeinsam auf Platz drei kamen der Schweizer Simon Ammann (409,6/210+208) und der Slowene Robert Kranjec (409,6/205,5+212,5).

"Die Neustarts waren die richtige Entscheidung", sagte Bundestrainer Werner Schuster. In der Windlotterie am Samstag hatten seine Jungs auf der größten Schanze der Welt nur Nieten gezogen und waren beim Sieg der Norweger auf Rang sechs gelandet. (Nur Nieten für die Deutschen)

Zum Abschluss fehlte dann auch dem 13-maligen Saisonsieger und Gesamtweltcup-Gewinner Gregor Schlierenzauer ein wenig das Glück. (Schlierenzauer fliegt zu neuen Rekorden)

Der Österreicher, der die Kristallkugel für den besten Skiflieger des Winters mitnehmen konnte, wurde lediglich Fünfter. Michael Neumyer (Berchtesgaden) belegte den 19. Platz.

Ammann gefällt seine Show

Der erste Durchgang war erst im dritten Versuch über die Bühne gegangen. Nach dem weiten Flug von Schmitt ging es gleich drei Anlaufluken tiefer weiter.

Als dann Simon Ammann bei 233 Meter und somit nur sechs Meter unter dem Weltrekord in den Schnee griff, entschied sich die Jury für eine weitere Verkürzung.

"Ich wusste gar nicht, wie ich das stehen sollte", meinte der Schweizer: "Es war aber extrem genial, absolut am Limit. Es macht Spaß, so eine Show zu bieten."

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