Skispringer Michael Uhrmann wird seine Karriere möglicherweise nach dem kommenden Winter beenden.

"Kann sein, dass es meine letzte Saison ist", sagte der 32-Jährige im Gespräch mit dem "kicker". Olympia 2014 in Sotschi "werde ich sicher nicht mehr aktiv erleben". Die WM 2011 am Holmenkollen in Oslo hat für den Olympiafünften von Vancouver dagegen allerhöchste Priorität. "Wenn ich die am Fernsehen anschauen müsste, dann könnte ich nicht glücklich werden", sagte Uhrmann: "Da will ich auf jeden Fall hin. Dann sehen wir weiter."

Vor allem der Erfolg mit der Mannschaft liegt Uhrmann nach wie vor sehr am Herzen. "Im Teamspringen standen wir im vergangenen Winter jedes Mal auf dem Podium, bis auf ein Skifliegen in Oberstdorf. Das ist schön zu erleben. Ich liebe das immer noch", sagte er. Mit der Mannschaft war Uhrmann 2001 Weltmeister und 2002 in Salt Lake City Olympiasieger.

Wenn Uhrmann etwas im Reglement seines Sport verändern könnte, dann wäre es zuerst die umstrittene Windregel: "Der Zuschauer will den gewinnen sehen, der am weitesten springt. Das ist jetzt nicht mehr unbedingt so. Dafür geht es definitiv fairer zu."

Auch das Gewicht sei immer wieder ein Thema. "Skispringer sind nun mal dünner, leichter. Ein Langstreckenläufer sieht auch nicht aus wie ein Kugelstoßer", sagte Uhrmann. Keiner sei deshalb krank, er selber habe wegen seines Sports noch nie hungern müssen: "Es gibt halt unterschiedliche Voraussetzungen vom Körperbau her."

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