Der dreimalige Skisprung-Olympiasieger Jens Weißflog sieht vor dem Auftaktspringen der 59. Vierschanzentournee in Oberstdorf einen Talentemangel beim Deutschen Skiverband (DSV).

"Dem DSV fehlt im Moment einfach das Super-Talent, das teilweise in anderen Nationen da ist", sagte Weißflog im Gespräch mit SPORT1: "Man kann aus einer Primel keine Rose machen."

Den Leistungsstand des DSV-Teams sieht Weißflog nach der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Vancouver und den teilweise enttäuschenden Ergebnissen der deutschen Adler zum Saisonbeginn kritisch: "Sie sind punktuell in der Lage, unter die ersten Zehn zu springen. Aber das würde ich jetzt nicht als die Regel sehen."

Dem 22-jährigen Severin Freund (Rastbüchl) traut Weißflog am meisten zu. Auf Freund könne Bundestrainer Werner Schuster aufbauen, doch "Weltwunder würde ich bei der Vierschanzentournee nicht erwarten", sagte Weißflog.

Die 59. Tournee beginnt am 29. Dezember mit der Qualifikation auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf und endet am 6. Januar nach den weiteren Stationen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck in Bischofshofen.

Vorjahressieger ist der Österreicher Andreas Kofler, der wie Landsmann Thomas Morgenstern, der viermalige Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz) und Adam Malysz (Polen) zu den Favoriten gehört.

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