Gregor Schlierenzauer ist der König des "Monster Bakken". Der Österreicher gewann bei verkürztem Anlauf mit Sätzen auf 227 und 237,5 m auch den zweiten Skiflug-Weltcup auf der neuen größten Skisprungschanze der Welt in Vikersund/Norwegen, nachdem er sich am Samstag den Sieg noch mit Weltrekordler Johan Remen Evensen hatte teilen müssen.

Evensen (230, 5/226) musste sich diesmal mit Platz zwei vor Adam Malysz (Polen) begnügen.

Lokalmatador Evensen hatte am Freitag im Training (243 m) und dann in der Qualifikation (246,5) zwei inoffizielle Weltrekorde aufgestellt.

Derweil hat Tour-Sieger Thomas Morgenstern (Österreich/216,5) vorzeitig den Sieg im Gesamtweltcup perfekt gemacht. Morgenstern reichte Platz fünf, um vor den letzten drei Weltcups uneinholbar vor Simon Ammann (Schweiz) zu liegen.

Den weitesten Satz des Tages stand der Finne Janne Happonen im ersten Durchgang, der noch mit längerem Anlauf auf 240 m flog und damit ebenfalls die alte Bestmarke des Norwegers Björn Einar Romören (239) aus dem Jahr 2005 knackte.

Aus dem kleinen deutschen Aufgebot schafften Maximilian Mechler (198,5 und 131) und der frühere Junioren-Weltmeister Felix Schoft (179,5 und 137) die Qualifikation für den zweiten Durchgang der besten 30 und belegten die Plätz 27 und 29.

Andreas Wank (166,5) schied ebenso aus wie Michael Neumayer (Berchtesgaden/115), der "Opfer" des verkürzten Anlaufs wurde.

Auf der für 10,2 Millionen Euro errichteten Schanze in Vikersund sollen sogar Weiten von mehr als 250 Metern möglich sein.

Damit ist Planica als größte Schanze der Welt abgelöst worden. Seit 26 Jahren waren alle inoffiziellen Weltrekorde - die FIS erkennt die Weitenjagd nicht an - in Slowenien aufgestellt worden.

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