Der Skisprung-Weltcup in Klingenthal ist auch im zweiten Versuch wegen schwieriger Windverhältnisse abgesagt worden. Nachdem nur 19 Athleten in fast zwei Stunden vom Bakken gegangen waren, entschied sich die Jury für einen Abbruch.

"Das war die richtige Entscheidung. Es waren wahnsinnig lange Pausen, die Athleten waren am Ende durchgefroren. Das wäre zu gefährlich gewesen", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Knapp 4000 Zuschauer hatten sich zur ungewohnten Zeit um 10 Uhr an der Schanze eingefunden.

Am Ende war ihr Kommen wie schon beim ersten Anlauf am Mittwoch vergeblich: "Wir haben uns entschieden, dass wir unsere Athleten nicht länger unter dieser Anspannung lassen wollen", sagte FIS-Renndirektor Walter Hofer: "Für die Veranstalter tut es uns natürlich leid. Aber das ist nun mal ein Freiluftsport."

Der deutsche Hoffnungsträger Richard Freitag (Aue) verpasste damit die Chance auf den erhofften Sieg an seiner Heimschanze.

"Das war die richtige Entscheidung, auch wenn es natürlich schade ist", sagte der 20-Jährige, dessen Familie erneut in die Vogtland-Arena gereist war. Während Freitag die Wartezeit mit Teamkollege Severin Freund verbrachte, spielten die Österreicher um Vierschanzentournee-Sieger Gregor Schlierenzauer im Schnee Volleyball - bis um 11.48 Uhr die Absage kam.

Die Skispringer verabschiedeten sich daraufhin mit einer Ehrenrunde bei den Fans. Bei strahlendem Sonnenschein schrieben Freitag und Co. fleißig Autogramme und bedankten sich so bei den Zuschauern, die ebenfalls in der Kälte ausgeharrt hatten.

"Es ist fantastisch, wie viele Menschen zur Schanze gepilgert sind. Jetzt wollen wir hier nächstes Jahr gewinnen", sagte Schuster, der sich nun ganz auf die dritte Station der Team-Tour am Wochenende in Oberstdorf konzentrieren will.

Nicht ausgeschlossen ist, dass dort ein zusätzlicher Weltcup durchgeführt wird. "Wir werden das mit den Teams besprechen", sagte Renndirektor Hofer. In Oberstdorf ist bislang für Freitagabend die Qualifikation für das Springen am Samstag geplant.

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