Heftiger Wind hat einen Traumstart von Severin Freund in die Skiflug-WM in Vikersund verhindert.

Der 23-Jährige lag fünf Springer vor Ende des ersten Durchgangs überraschend in Führung, als Böen von bis zu zehn Metern pro Sekunde die Jury zu einem Abbruch zwangen.

Auch Maximilian Mechler lag als Dritter hervorragend im Rennen, die DSV-Adler müssen nun beim Neustart am Samstag auf ähnlich gute Sprünge hoffen.

Über das weitere Vorgehen sollte eine Sitzung der Mannschaftsführer am Abend entscheiden. "Ich werde vorschlagen, am Samstag auf die Probesprünge zu verzichten und drei Durchgänge durchzuführen", sagte FIS-Renndirektor Walter Hofer.

Drei Stunden lang hatten die deutschen Skispringer an der größten Schanze der Welt Karten gespielt, ehe es überhaupt losging.

Sowohl Freund als auch Mechler zeigten dabei den weitesten Sprung ihrer Karriere: Freund segelte auf dem "Monster-Bakken" auf 220,5 Meter, der erst am Freitag ins Team gerutschte Mechler sogar auf 222,5 m.

"Ich habe Gas gegeben, und es hat funktioniert", sagte Freund, für den die erste deutsche Einzel-Medaille seit 2002 zum Greifen nahe war.

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