Severin Freund hat die erhoffte Einzel-Medaille bei der Skiflug-WM im norwegischen Vikersund knapp verpasst.

Beim Sieg von Robert Kranjec (Slowenien) landete der 23-Jährige aus Rastbüchl nach nur zwei Durchgängen als bester DSV-Adler auf Platz vier. Silber und Bronze gingen auf der größten Schanze der Welt an Rune Velta (Norwegen) und Martin Koch (Österreich).

Der Norweger Anders Fannemel verfehlte mit 244,5 Metern den Weltrekord nur um zwei Meter, bekam wegen seines längeren Anlaufs jedoch Abzüge und wurde 13.

Vor 25.000 Zuschauern am "Monster-Bakken" komplettierte Richard Freitag (Aue) auf Platz neun das gute Resultat der deutschen Mannschaft, die noch vor zwei Jahren Rang 19 durch Michael Uhrmann als bestes Ergebnis verzeichnet hatte.

Andreas Wank und Maximilian Mechler landeten auf den Plätzen 17 und 23. Deutsche Einzel-Medaillen bei einer WM gab es zuletzt 2002 in Harrachov, als Sven Hannawald und Martin Schmitt Gold und Silber holten.

Zum zweiten Mal in der Geschichte der Skiflug-WM fiel die Entscheidung wegen schlechter Windverhältnisse in zwei statt vier Durchgängen.

Wie schon beim Abbruch am Freitag sorgten starke Böen immer wieder für Verschiebungen und lange Unterbrechungen. Das Hin und Her weckte Erinnerungen an die Chaos-WM in "Windersund" vor zwölf Jahren, als mehrere Springer mit einem Streik einen Abbruch erzwungen hatten und die Entscheidung schließlich erst am Montag fiel.

Am Sonntag folgt zum Abschluss der WM die Team-Entscheidung, in der Deutschland eine Medaille anpeilt.