Der Internationale Skiverband FIS denkt nach dem Chaos beim WM-Teamspringen über weitreichende Änderungen im Skisprung nach und will mit dem Verzicht auf Haltungsnoten das immer komplizierter gewordene Regelwerk vereinfachen.

"Ich hoffe, es gelingt uns, die Sprungrichter abzuschaffen. Es reicht, wenn wir zwei Richter bei der Landung haben. Wir brauchen dieses ganze Kabarett nicht", sagte FIS-Präsident Gian-Franco Kasper am Sonntag der "ARD".

Im Mannschaftswettbewerb am Sonntag hatte eine falsche Punkteberechnung zunächst zu einem falschen Ergebnis geführt, Deutschland erhielt erst nach einem Protest die Silbermedaille.

"Es hat in der FIS-Gruppe etwas ausgelöst. Wir müssen das System korrigieren", sagte Kasper: "Der Zuschauer kann nicht mehr überblicken, was los ist. Man versucht, taktisch hin- und herzudenken. Das geht meistens schief."

Seit diesem Winter können Trainer bei schwierigen Windbedingungen die Anlauflänge für ihre Athleten verkürzen. Dafür erhalten die Springer dieselben Bonuspunkte wie bei einer Verkürzung durch die Jury. D

ie FIS begründet die Neuerung mit erhöhter Sicherheit. Kritiker bemängeln jedoch eine taktische Anwendung, etwa um den Wettkampf absichtlich zu verzögern, sowie unübersichtliche Wettkämpfe.

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