Skisprung-Olympiasieger Toni Innauer sieht das deutsche Skispringen im Aufwind, fordert aber auch Geduld mit den beiden Vorfliegern.
"Severin Freund und Richard Freitag haben beide Perspektiven, weil sie individuelle Stärken haben. Sie sind aber noch jung. Die Stabilität in den Leistungen entwickelt sich nicht über Nacht", sagte der Österreicher unmittelbar nach der 60. Vierschanzentournee.
Besonders beim erst 20 Jahre alten Freitag forderte Innauer Geduld.
"Richard fehlt noch die nötige Reife. Im Training zeigt er Weiten, die er im Wettkampf nicht bestätigen kann", so der Olympiasieger von 1980. Freitag war nach seinem Weltcup-Sieg in Harrachov mit großen Erwartungen in die Tournee gestartet, am Ende reichte es zu Rang zehn in der Gesamtwertung.
Für die weitere Entwicklung sei es entscheidend, neue Talente in die Weltspitze zu bekommen.
Dann dürfe sich Deutschland auch für die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi viel ausrechnen: "Diese Möglichkeit sehe ich. Dazu müssen sich aber Freund und Freitag festigen. Gerade Freitag ist nun das erste Mal in der Situation, sich dauerhaft der Konkurrenz der Weltklasse auszusetzen", sagte Innauer.



