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Franz Reindl ist seit Ende Juli Präsident des DEB

Der schwer angeschlagene Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hofft im Kampf gegen die Finanzkrise weiter auf die Unterstützung aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Die DEL soll offenbar wieder unter das Dach des Verbandes zurückkehren und dafür pro Jahr 150.000 Euro zahlen.

"Die Zeiten der Machtkämpfe zwischen DEB und DEL sind vorbei", sagte DEB-Vizepräsident Berthold Wipfler der "Sport Bild".

"Es geht darum, das deutsche Eishockey fit für die Zukunft zu machen. Meine Wunschvorstellung ist, dass die Profiklubs nach einer Satzungsänderung ab 2015 Mitglied im DEB werden können und damit ein Mitspracherecht erhalten", sagte Wipfler, beim DEB zuständig für die Finanzen.

Der Eishockey-Bund hat mit massiven finanziellen Problemen zu kämpfen. Der "Scherbenhaufen" sei "ziemlich groß", sagte zuletzt Verbandspräsident Franz Reindl: "Wir schieben einen Ballast vor uns her, der erst einmal abgearbeitet werden muss."

Gerüchte über eine drohende Insolvenz wies der 59-Jährige aber zurück. In den Jahren 2011 bis 2013 hat der DEB ein Minus von insgesamt rund 1,3 Millionen Euro gemacht und damit den Gewinn durch die Heim-WM 2010 komplett aufgebraucht.

Ein stärkeres finanzielles Engagement der DEL scheint unausweichlich. "Wir sind nicht bereit, irgendwelche bizarren Deckel aus der Vergangenheit zu bezahlen", hatte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke zuletzt betont, aber auch erklärt: "Wenn es um transparente, nachvollziehbare Neubudgetierungen für die Zukunft geht, wird sich das Profi-Eishockey dem nicht verschließen."

Am 1. und 2. November hält der DEB in München seine Mitgliederversammlung ab. Dann sollen die Zahlen auf den Tisch.

Laut "Sport Bild" macht der DEB pro Jahr bis zu 682.000 Euro Verlust.

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