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Der DEB steht vor wegweisenden Wochen

Vor seiner wegweisenden Mitgliederversammlung am Sonntag hat der finanziell angeschlagene Deutsche Eishockey-Bund (DEB) beim ersten Dialogtag die Eishockey-Familie in München versammelt und bei der Analyse des Status Quo harte Worte gefunden.

DEB-Finanzchef Berthold Wipfler drohte sogar offen eine Abspaltung von den Landesverbänden an, sollten die sich einer Reform verweigern.

"Wir werden unsere Folterinstrumente zeigen. Dann gibt es einen Deutschen-Eishockey-Verband ohne die Landesverbände", stellte er resolut klar.

Das deutsche Eishockey brauche künftig mehr denn je einen starken Dachverband, soll die Vision von DEB-Präsident Franz Reindl wahr werden, ab 2026 bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen um Medaillen mitzukämpfen.

"Ich habe die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben, dass wir alle an einem Strang ziehen. Es gibt ja keine Alternative", ergänzte Wipfler, der für seine Pläne auch das Einverständnis des Weltverbandes IIHF bereits eingeholt hat.

Dessen Schweizer Präsident Rene Fasel stellte dem deutschen Eishockey indes ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.

Fasel sprach von einem "kranken Patienten" und "eingeschlafenen Riesen". Das Verpassen von Olympia 2014 sei ebenso bedenklich gewesen wie das schlechte Abschneiden der deutschen Klubs in der Champions League. Kein DEL-Team hatte dort die Finalrunde erreicht.

Wipfler wies noch einmal auf die äußerst prekäre Situation hin, am Sonntag sollen klare Wege aus dem Finanzdilemma verabschiedet werden.

Präsident Reindl nutzte zudem die Gelegenheit, um nochmals für seine Ideen zu Mehreinnahmen zu werben.

Der Verband benötigt ab 2015 jährlich zusätzlich 600.000 Euro, um seine Strategien umsetzen zu können.

Der 59-Jährige will "positive Signale und Hilfsbereitschaft" registriert haben.

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