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Im Fußballstadion von Dresden spielen die Eislöwen gegen die Lausitzer Füchse Eishockey
Im Fußballstadion von Dresden spielen die Eislöwen gegen die Lausitzer Füchse © dpa Picture Alliance

Im Open-Air-Game der DEL2 zwischen den Dresdner Eislöwen und den Lausitzer Füchsen werden 32.000 Zuschauer erwartet - es hat auch Folgen für den Fußball.

Deutschlands größtes Eishockey-Spiel in dieser Saison steigt an diesem Samstag in der 2. Liga.

Nachdem die die Deutsche Eishockey Liga (DEL) 2013 in Nürnberg und zwei Jahre später in Düsseldorf zwei Winter Games veranstaltet hatte, lädt nun die DEL2 zum Spektakel unter freiem Himmel - im Ost-Duell zwischen den Dresdner Eislöwen und den Lausitzer Füchsen.

 Mit rund 32.000 erwarteten Zuschauern in der wohl ausverkauften Dynamo-Arena wird das "Winter Derby" Platz vier unter den am besten besuchtesten Ligaspielen in Europa einnehmen.

Als die hartgesottenen Kufencracks beim ersten Training in der Dresdner Fußballarena das Eis betraten, bekamen einige von ihnen weiche Knie.

"Die Jungs haben große Augen gemacht, als sie ins Stadion gekommen sind", verrät Paul Gardner, Coach der Füchse, dem es selbst ganz ähnlich geht: "Wenn man die Kulisse sieht, bekommt man als Trainer noch mal richtig Lust, selbst zu spielen."

Die Organisation des "Winter Derbys" war eine große logistische Herausforderung. Rund 100 Mitarbeiter waren seit dem 22. Dezember mit dem Aufbau der Eisfläche beschäftigt. 300 Kubikmeter Sand wurden für den Unterbau herangeschafft.

Für die gefrorene Eisfläche wurden 20.000 Liter Wasser benötigt, die über ein 90 Kilometer langes Schlauchsystem flossen. Für den Abbau sind vier Tage eingeplant. Fußball-Drittligist Dynamo Dresden bekommt anschließend einen neuen Rasen, auf dem er am 30. Januar wieder auf auf Punktejagd geht.

Wie riesig das Projekt für Zweitliga-Verhältnisse ist, veranschaulicht folgender Vergleich: Der Gesamtetat des Eislöwen-Teams beträgt 1,3 Millionen Euro, die Kosten für das eine Winter Game belaufen sich auf stolze 600.000 Euro. Sponsorengelder, Zuschauer- und TV-Einnahmen sollen helfen, dass der Gastgeber am Ende dennoch schwarze Zahlen schreibt.

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