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Mirko Lüdemanns Nummer 12 wird bei den Kölner Haien nicht mehr vergeben © dpa Picture Alliance

Vor 12.000 Zuschauer hat Haie-Legende Mirko Lüdemann in Köln seinen Abschied gefeiert. In seinem letzten Spiel sorgt der DEL-Rekordspieler für die Entscheidung.

Mirko Lüdemann, der Rekordspieler der Deutschen Eishockey Liga (DEL), hat vor heimischem Kölner Publikum endgültig Abschied genommen.

Und das mit dem umjubelten Siegtor. In der Partie vor gut 12.000 Zuschauern in der Lanxess Arena traf der 42-Jährige in der vorletzten Minute zum entscheidenden 5:4 für das Team Deutschland gegen eine internationalen Auswahl. Beide Mannschaften waren besetzt mit Akteuren, mit den Lüdemann in seinen 23 DEL-Jahren zusammengespielt hatte.

Schon vor dem Spiel war es emotional, als das Banner mit Lüdemanns Nummer 12 unters Hallendach gezogen wurde.

"Lüde" hatte dabei Tränen in den Augen.

Seine ganze DEL-Karriere hatte Lüdemann für die Haie gespielt und dabei zwei Meisterschaften gewonnen. Der Offensivverteidiger absolvierte in dieser Zeit 1197 Erstliga-Spiele und kam dabei auf 539 Scorerpunkte.

"Die einzige Ausbeute, die mir persönlich überhaupt nicht gefällt, ist die Anzahl der Meistertitel. Wenn du achtmal im Finale stehst und gewinnst nur zwei, das ärgert mich noch bis heute", sagte der gebürtige Lausitzer.

Bei der Nationalmannschaft ist Lüdemann, der auf 132 Länderspieleinsätze kam, vor allem mit seinem Treffer gegen Italien in der Olympia-Qualifikation für Salt Lake City 2002 in Erinnerung geblieben. Acht Sekunden vor Spielende traf er damals mit einem Schlenzer an Freund und Feind vorbei ins Tor.

Auch am World Cup of Hockey 2004, dessen Neuauflage gerade in Toronto ausgespielt wird, und sieben Weltmeisterschaften nahm Lüdemann teil. "Im Großen und Ganzen bin ich sehr glücklich, dass ich so lange spielen konnte und das alles miterleben durfte", sagte Lüdemann, der seit Mai in der Geschäftsstelle der Kölner Haie arbeitet.

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