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Der ERC Ingolstadt feiert 2013/14 nach einem dramatischen Finale den DEL-Titel. © Getty Images

Titelfavoriten? Stars? Hybrid Icing? SPORT1 beantwortet vor dem Saisonstart in der DEL die wichtigsten Fragen.

Das Warten hat ein Ende:

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) startet am Freitag in ihre 21. Saison. 14 Klubs kämpfen in der DEL um die Deutsche Meisterschaft.

13 Mannschaften jagen den Überraschungschampion ERC Ingolstadt - allen voran die Kölner Haie von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp, die sich zuletzt gleich zweimal im Finale geschlagen geben mussten.

Vor dem Saisonstart der DEL beantwortet SPORT1 die wichtigsten Fragen:

Was steht an?

Die 14 Klubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gehen am Freitag in die 21. Saison. Sie kämpfen um die 95. deutsche Meisterschaft.

Wie wird gespielt?

In einer Doppelrunde mit insgesamt 52 Spieltagen werden die Playoff-Teilnehmer ermittelt. Die ersten Sechs stehen im Viertelfinale. Die Teams auf den Plätzen sieben bis zehn ermitteln im Modus "best of three" die letzten beiden Viertelfinalisten.

Danach geht es wie in der Vorsaison im Modus "best of seven" bis zum Titelgewinn - vier Siege sind notwendig, um eine Runde weiterzukommen und am Ende Meister zu werden.

Wer sind die Favoriten?

Der ERC Ingolstadt, im April sensationell Meister, hat nicht nur seinen Trainer Niklas Sundblad, sondern auch zahlreiche Leistungsträger verloren.

Erste Anwärter auf den Titel sind daher andere: Vizemeister Kölner Haie mit Ex-Bundestrainer Uwe Krupp hat sich nach zwei Finalniederlagen in Folge noch einmal verstärkt - unter anderem mit dem ehemaligen NHL-Profi Alexander Sulzer.

Die Adler Mannheim haben mit dem neuen und NHL-erfahrenen Coach Geoff Ward den wichtigsten Neuzugang. Die Hamburg Freezers, im Vorjahr Vorrundensieger, sind bis auf den Abgang von NHL-Legionär David Wolf zusammen geblieben.

Auch DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin und Etatkrösus Red Bull München mit dem Berliner Meistertrainer Don Jackson und Nationalmannschaftstorjäger Michael Wolf zählen zu den Favoriten.

Wer sind die neuen Stars?

Alexander Sulzer kehrte nach sieben Jahren in Nordamerika zurück. Mit 30 Jahren ist der Verteidiger, der für Nashville, Florida, Vancouver und Buffalo insgesamt 131 NHL-Spiele bestritten hat, im besten Eishockey-Alter. Der Nationalspieler soll Köln endlich zum neunten Meistertitel verhelfen.

Zehn Jahre älter ist Glen Metropolit. Der Mannheimer Neuzugang hat 437 NHL-Spiele auf dem Buckel und spielte zuletzt vier Jahre in der Schweiz.

Zwei Weltmeister stehen im Tor: der Finne Petri Vehanen in Berlin als Nachfolger des in die NHL gewechselten Nationaltorwarts Rob Zepp und der Kanadier Chris Mason in Augsburg.

Was ist sonst neu?

Die DEL nähert sich mit zwei Regeländerungen, die der Weltverband IIHF im Frühsommer beschloss, der NHL an. Die Angriffsdrittel wurden vergrößert, die blauen Linien um jeweils 1,53 Meter zur Mitte verschoben. DIese Maßnahme soll für mehr Chancen und mehr Tore sorgen.

Mehr Tempo bringt das sogenannte Hybrid Icing: Beim Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte wird nicht mehr sofort abgepfiffen, wenn der Puck die verlängerte Torlinie überquert. Ist jetzt ein Stürmer schneller als ein gegnerischer Verteidiger auf der Höhe der Bullypunkte, geht das Spiel weiter.

Was kostet es?

Erstmals geben die 14 Klubs zusammen mehr als 100 Millionen Euro aus. München ist mit einem geschätzten Etat von zwölf Millionen Liga-Krösus, Schwenningen, Augsburg und Straubing haben weniger als fünf Millionen veranschlagt. Die billigsten Tickets gibt es in Wolfsburg (vier Euro Stehplatz Kinder), die teuersten in Nürnberg (54 Euro Haupttribüne).

Wann kommen die meisten Zuschauer?

Am 10. Januar 2015. Dann wird das rheinische Derby zwischen der DEG und den Kölner Haien im Düsseldorfer Fußballstadion ausgetragen. Mehr als 50.000 Zuschauer werden zum zweiten DEL Winter Game erwartet.

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