vergrößernverkleinern
KEC-Coach Niklas Sundblad, DEG-Geschäfstführer Jochen A. Rotthaus, Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke und DEG-Cheftrainer Christof Kreutzer in der Esprit-Arena (v. l. nach r.)
KEC-Coach Niklas Sundblad, DEG-Geschäfstführer Jochen A. Rotthaus, Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke und DEG-Cheftrainer Christof Kreutzer in der Esprit-Arena (v. l. nach r.) © imago

Das Rheinderby böte genügend Stoff. Doch beim Winter Game soll der Rekord für europäische Eishockeyspiele unter freiem Himmel fallen.

Köln/Düsseldorf - Ein Riesenaufwand steckt hinter dem Spektakel: 21 Tage dauerten die Umbauarbeiten, 40 Sattelschlepper-Ladungen Material wurden angeliefert, 90 Kilometer Kühlschläuche verlegt und 180.000 Liter Wasser zum Frieren gebracht - alles, um eine Fußballarena für ein Spiel in ein Eishockeystadion zu verwandeln.

Die Anstrengungen im Vorfeld des 2. Winter Games der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in der Düsseldorfer Esprit-Arena waren schlichtweg gigantisch.

Da passt es, dass nicht weniger als der europäische Freiluft-Zuschauerrekord für ein Eishockey-Ligaspiel fallen soll, wenn die Erzrivalen Düsseldorfer EG und Kölner Haie am Samstag die Kufen kreuzen.

Mehr als 50.000 Fans

"Es ist ein absolutes Gänsehaut-Event. Wir haben uns vorgenommen, ausverkauft zu vermelden", sagte DEG-Geschäftsführer Jochen A. Rotthaus und unterstich noch einmal die ehrgeizige Zielsetzung.

Dies würde bedeuten, dass 54.500 Zuschauer dem Spektakel in der Esprit-Arena beiwohnen würden - bei der Erstauflage des DEL Winter Game vor zwei Jahren in Nürnberg zwischen den Ice Tigers und den Eisbären Berlin (4:3) waren es 50.000.

Überhaupt soll bei der zweiten Auflage des Freiluftzaubers - das Dach soll nur bei Dauerregen geschlossen werden - alles noch ein bisschen größer werden.

So locken die Veranstalter im Rahmenprogramm mit einem "Spiel der Legenden" und einem Auftritt der schwedischen Band Mando Diao, ehe es zum 206. Mal zwischen Düsseldorf und Köln um Punkte für die Play-offs geht.

Zuschauer sind näher dran

Ein Feuerwerk beschließt standesgemäß die Veranstaltung. Unwidersprochen steht der Eventcharakter beim wohl speziellsten aller 364 Hauptrunden-Spiele der Saison im Vordergrund.

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke rückt die große Rivalität der beiden Teams in den Hintergrund und spricht von einem "Happening für das deutsche Eishockey".

Dieses Mal will man die Fehler der ersten Auflage umgehen, indem die Zuschauer nun dichter am Geschehen sind als im weitläufigen Nürnberger Stadion.

Zudem sollen vier jeweils 28 Quadratmeter große LED-Leinwände auch die Fans in den hintersten Reihen am sportlichen Geschehen teilhaben lassen.

Fußballspiele als Vorbereitung

Die Größe der Veranstaltung geht auch an den Protagonisten nicht spurlos vorbei.

"Ein solches Event kennt kaum einer von den Jungs. Das ist etwas ganz Besonderes", sagt DEG-Trainer Christof Kreutzer, der auf eine besondere Vorbereitung gesetzt hat: "Wir waren öfters bei den Fußball-Spielen, um uns an die Stimmung zu gewöhnen."

In diesem Punkt ist Düsseldorf den Kölnern voraus, die sich bei der DEL ebenfalls um die Ausrichtung bemüht hatten - kurioserweise mit der Veltins-Arena in Gelsenkirchen, die beim Auftaktmatch der WM 2010 insgesamt 77.803 Besucher beherbergte.

105.491 Fans im Mega-Stadion

Größer geht es nur in den USA, wo 2008 das NHL Winter Classic ins Leben gerufen wurde.

Am Neujahrstag 2014 strömten 105.491 Menschen ins Mega-Stadion von Ann Arbour/Michigan, um dem Spiel der Detroit Red Wings gegen die Toronto Maple Leafs beizuwohnen.

In Düsseldorf soll jetzt der europäische Freiluft-Rekord her.

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel